DSL-Versorgung in Lennestadt

"Schnelles Internet", sprich eine leistungsfähige Breitbandverbindung, ist bis heute noch nicht in allen Bereichen der Stadt Lennestadt verfügbar.

Zwar ist das Stadtgebiet umfassend mit DSL versorgt, aber in vielen Randgebieten, einzelnen Ortschaften und Ortsteilen kommt aufgrund der Leitungslänge nicht mal eine Mindestbandbreite von 2 Mbit/s an oder die DSL Telekom-Anschlüsse (Ports) sind schlichtweg gar nicht mehr verfügbar. Eine zukunftssichere Breitbandinfrastruktur ist heute aber aktueller Bestandteil im täglichen Leben. Eine Lösung seitens der Telekom oder des Kabelnetzbetreibers Unitymedia ist nicht in Sicht, da beide Anbieter aufgrund der hohen Investitionen mittelfristig keinen Ausbau ihrer Leitungen planen.

Eine alternative, kurzfristig zu realisierende Lösung wurde dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen vorgestellt. "Unser Ziel ist es, die Grundversorgung aller Haushalte in Lennestadt zu sichern", so Wolfgang Schröder von der Stadt Lennestadt. Mit dem Beitritt des Kreises Olpe zur "Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen" am 1. Januar 2011 soll nun auch in Lennestadt die Verfügbarkeit von Breitbandtechnologie an bislang unterversorgten Gebieten zukunftssicher gewährleistet werden. LNet heißt die Lösung, die dem privaten Verbraucher über ein Funknetz (Richtfunk) Bandbreiten von bis zu 6 Mbit/s anbieten kann.

Für Unternehmen gibt es zusätzlich spezifische, dem Bedarf angepasste Internetzugänge mit Bandbreiten bis zu 100 Mbit/s symmetrisch. Der Anbieter, die Innofactory GmbH aus Lennestadt-Maumke, nutzt hierfür zum großen Teil die bereits vorhandene Infrastruktur. Für das Stadtgebiet und angrenzende Ortschaften sind dies die Sender auf der Kuhhelle und der Hohen Bracht. Die Stadt Lennestadt stellt für unterstützende Maßnahmen des Breitbandausbaus 30.000 Euro in den 2012er Haushalt ein.

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