Kommersabend zum 100-Jährigen mit vielen Gästen und Ehrungen

FC ist eine tragende Säule in Langenei und Kickenbach

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Der Kreisvorsitzende des FLVW Joachim Schlüter (l.) gratulierte dem FC zum Jubiläum und ehrte außerdem Hartmut Richter sowie Thomas Stinn (r.).

Langenei - Ein Stelldichein in der Festhalle gaben sich die Vereine aus Langenei und Kickenbach beim Festkommers zum 100-jährigen Bestehen des FC Langenei-Kickenbach.

Ein Jahr nach Ende des 1. Weltkrieges fanden sich junge Männer und gründeten ihren FC Langenei-Kickenbach. Fußballplatz und Trikots – Fehlanzeige; so machten sie aus der Not eine Tugend und spielten auf der Obstwiese. Da Sportkleidung wie wir sie heute kennen, noch eine unbekannte Größe darstellte, spielte man einfach in Unterhemden. 

Landrat Frank Beckehoff fand lobende Worte für diese Pioniere des Fußballsports – 100 Jahre Siege und Niederlagen, 100 Jahre Erfolge und Misserfolge. Er sprach Lob und Anerkennung aus. Das ehrenamtliche Engagement sei ein unverzichtbarer Bestandteil im Bereich des Sports und des Gemeinschaftslebens in den Städten und Dörfern und generell in der ganzen Gesellschaft. Er wünschte dem Verein auch im zweiten Jahrhundert seines Bestehens alles Gute – vor allem Erfolg. Zu den weiteren Gratulanten zählte der Bürgermeister der Stadt Lennestadt, Stefan Hundt.

Der unterhaltsame Abend in der Schützenhalle wurde gestaltet durch den Musikverein Langenei unter der Leitung von Markus Hechmann. Auch der Männergesangverein gab seine Visitenkarte ab. Tobias Kramer glänzte bei seinem Solo in einer afrikanischen Weise. Eine Turnerriege zeigte ebenfalls, dass sie es drauf hat. Salti der jungen Sportler und sehenswertes Bodenturnen der jungen Damen sorgten für Begeisterung. Natürlich wurde auch die Hymne des Fußballvereins zu Gehör gebracht: vielstimmig wurde geschmettert: „Meine Liebe, mein Dorf, mein Verein“. „Rund um den Käfig“, wie wohl nicht nur Insider ihren Sportplatz nennen, ist immer etwas los. Der FC Langenei-Kickenbach ist eine der tragenden Säulen der beiden Ortschaften.

 Joachim Schlüter, Kreisvorsitzender des FLVW, betonte, dass sich die Mitglieder des Vereins an einer wichtigen Stelle unserer Gesellschaft engagieren und dafür gebühre ihnen unser aller Dank. Obwohl der heutige Zeitgeist mit seinen mannigfaltigen Reizüberflutungen die Verantwortlichen vor immer neue Herausforderungen stelle sei er zuversichtlich, dass es dem Vorstand gelingen wird, den Verein in ein neues Jahrhundert hineinzuführen. 

Eine besondere Ehrung wurde Hartmut Richter zuteil, seit vielen Jahren prägt er den Verein und war für diesen unermüdlich im Einsatz. Er bekam die Verdienstnadel in Gold für sein leidenschaftliches Engagement für den „echten Fußball“. Dazu die Plakette des DFB für 100 Jahre – der Scheck vom Fußballbund in Höhe von 500 Euro folgt noch. Franz-Josef Rotter, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, erinnerte in seiner Rede auch an seine aktive Fußballzeit und betonte, dass er immer gerne hier gespielt hat. Das Verhältnis zwischen dem Verein und dem Stadtsportverband sei immer vorbildlich gewesen. Nach Beendigung des Festaktes ging es mit Unterhaltungsmusik weiter, so wurde das 100-jährige Vereinsjubiläum gebührend bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

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