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Elsper Schule wird geschlossen

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Aus für die Hauptschule Elspe. Ab dem kommenden Schuljahr wird dort kein Unterricht mehr stattfinden.
Aus für die Hauptschule Elspe. Ab dem kommenden Schuljahr wird dort kein Unterricht mehr stattfinden.

Ab dem kommenden Schuljahr wird an der Hauptschule Elspe kein Unterricht mehr stattfinden.

Im Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Soziales standen am Dienstag wichtige Beschlüsse für die Lennestädter Schullandschaft auf der Tagesordnung.

Dazu waren ca. 40 Eltern und Interessierte ins Rathaus gekommen, die Stimmung war gedrückt, aber trotz schmerzhafter Entscheidungen ging es überraschend ruhig zu und es war viel von Einstimmigkeit die Rede.

Zur Vorbereitung waren ein pädagogischer und ein interfraktioneller Arbeitskreis gebildet worden, die in guter Zusammenarbeit die anstehenden Probleme erörtert haben und Lösungsmöglichkeiten aufzeigten. Die Kaiser-Otto-Hauptschule in Elspe wird zum Ende des Schuljahres 2012/13 geschlossen. Für das kommende Schuljahr lagen nur sieben Anmeldungen vor, d.h. es könnte zum zweiten Mal in Folge keine Eingangsklasse gebildet werden, die Schließung lässt sich nicht mehr vermeiden.

Aufschub gab es für die Lessing-Realschule Grevenbrück. Ursprünglich waren es 27 Neuanmeldungen für das kommende Schuljahr, d.h. eine Eingangsklasse könnte gebildet werden, die zweite Realschule im Stadtgebiet muss aber nach Arnsberger Vorgaben zweizügig sein.

Gespräche mit der Schulaufsicht Arnsberg ergaben eine Ausnahmegenehmigung für nur eine Eingangsklasse. Dann jedoch zogen drei Eltern ihre Anmeldung zurück und Arnsberg strich die Ausnahmegenehmigung, was eine Schließung der Schule nach sich ziehen würde (der SauerlandKurier berichtete).

Die Lennestädter wollen dies nicht so einfach hinnehmen und haben neue Gespräche mit der Schulbehörde beschlossen. Laut Bürgermeister Hundt „eine traurige Situation, die uns ganz große Sorgen macht“. Aber auch in Meggen stehen Veränderungen an. Die Anne-Frank-Hauptschule hat lediglich 13 Anmeldungen, hinzu kommen noch fünf der sieben Kinder, die ursprünglich in Elspe angemeldet waren, so dass eine Eingangsklasse möglich ist.

Die Barbara Realschule hat immerhin 82 Neuanmeldungen, was eine Dreizügigkeit möglich machen würde. Die Arbeitskreise sehen die Zukunft des Schulstandortes Meggen in der Bildung einer Sekundarschule zum Schuljahr 2014/15. Wünschenswert wären ein Teilstandort in Kirchhundem, was Gespräche mit der Gemeinde erforderlich macht und natürlich ein Teilstandort Grevenbrück, wenn die Gespräche mit Arnsberg erfolgreich sein sollten.

Bürgermeister und die Mitglieder der unterschiedlichen Fraktionen zeigten sich einstimmig begeistert von dem Vorhaben, SPD Fraktionsvorsitzender Heinz Vollmer nannte es ein „gutes Produkt“, Bernd Brüggemann, stellvertretender CDU Fraktionsvorsitzender zeigt sich dankbar für die Einstimmigkeit und sieht für alle künftigen Sekundarschüler nur Vorteile. Im nächsten Schritt soll der Elternwille abgefragt werden, denn letztendlich werden die Anmeldezahlen entscheiden. Mit der Bildung einer Sekundarschule würden Real- und Hauptschule auslaufen.

Entscheidungen standen auch im Primarbereich an. Die Grundschulen in Oedingen und Bilstein haben sinkende Schülerzahlen und können nur noch im Verbund mit größeren Schulen sicher weiterbestehen. Nach umfangreichen Gesprächen mit den betroffenen Eltern wurde ein Verbund von Oedingen mit Grevenbrück beschlossen. Die Oedinger Schüler stehen bereits seit vier Jahren unter der kommissarischen Leitung durch Grevenbrück. Bürgermeister Hundt bemerkte dazu, es sei „keine Entscheidung gegen Elspe, sondern aufgrund der positiven Erfahrungen für Grevenbrück“.Auch in Bilstein haben die Eltern deutlich für einen Verbund mit Altenhundem gestimmt, beide Grundschulverbünde wurden vom Ausschuss mehrheitlich beschlossen. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Bildung der Eingangsklassen an den Grundschulen. Im kommenden Schuljahr gibt es in Lennestadt 228 Schulanfänger, laut gesetzlicher Vorlage dürfen 10 Eingangsklassen gebildet werden. Die Verteilung auf die einzelnen Grundschulen läuft dabei allerdings nicht ohne Probleme.

In Maumke wird es bei elf Schulanfängern in diesem Schuljahr kein erstes Schuljahr geben, die i-Dötzchen werden an der Stammschule in Meggen unterrichtet, dies wurde den Eltern bereits bei der Anmeldung mitgeteilt. In den Folgejahren sind die Eingangsklassen dann wieder gesichert.In Elspe haben sich 30 Schulanfänger angemeldet, es wird aber voraussichtlich nur eine Eingangsklasse geben, die maximal 29 Schüler haben darf. Das bedeutet, dass ein Schulanfänger abgewiesen werden muss. Doch auch hier gab es noch einen Hoffnungsschimmer, in der folgenden Schulkonferenz sollte über eine Aufstockung auf 12 Eingangsklassen beraten werden, die teilweise jahrgangsübergreifend unterrichtet werden. Eine endgültige Entscheidung wurde auf die Ratssitzung am 10. April vertagt.

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