Wegbereiter sorgen sich: „Unser Lebenswerk wird zerstört“

Engelbert Stens und Walter Stupperich kämpfen für Museum „in seiner jetzigen Form“

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Muss das Alte Amtshaus schon bald ohne den Anbau (rechts im Bild) auskommen?  

Grevenbrück. Die Abrisspläne für den neueren (hinteren) Gebäudeteil des Alten Amtshauses in Grevenbrück sowie die jüngste Entwicklung auf politischer Seite bereiten Engelbert Stens und Walter Stupperich große Sorgen. Die beiden Wegbereiter des heutigen Museums der Stadt Lennestadt befürchten aufgrund der Pläne aus dem Rathaus, dass ihr „Lebenswerk zerstört wird“.

„Wir werden bis zuletzt darum kämpfen, dass das Museum im Amtshaus in seiner jetzigen Form bestehen bleibt“, erklären die beiden im Gespräch mit dem SauerlandKurier. Sie wehren sich nicht gegen eine Neukonzeption für das museale Angebot, doch den hinteren Teil komplett zu entfernen, das wäre „der Untergang des Museums“, fürchtet Engelbert Stens.

Die Museumsexperten nennen mehrere Nachteile, die ein Abriss, also eine deutliche Verringerung des Raumangebotes, mit sich bringe. Eine Erweiterung der Ausstellung sei so nicht mehr möglich, ebenso wenig könnten Sonderausstellungen realisiert werden. Nach Expertenmeinung sei es in einem Museum wichtig, ähnlich viel Lagerfläche vorzuhalten, wie Ausstellungsfläche – auch das sei bei einem Abriss nicht mehr möglich. Einzelne Bestandteile des neuen Konzepts, wie zum Beispiel der Shop, würden die Ausstellungsfläche noch weiter eindämmen.

„Fühlen uns nach all den Jahren nun benutzt“

„Am Bahnhof wird nun unnötig Geld herausgeschmissen, das würde man mal besser ins Museum stecken“, fordern die beiden. Sie halten mit ihrer Enttäuschung über die Pläne des Bürgermeisters und der Politik nach ihrem jahrzehntelangen Einsatz nicht hinter dem Berg: „Wir fühlen uns nach all den Jahren nun benutzt.“ Falls es zum Abriss komme, könnten sie sich kaum vorstellen, weiter in der Kulturarbeit tätig zu sein. Und das, obwohl Engelbert Stens für seinen unermüdlichen Einsatz rund um die Kultur das Bundesverdienstkreuz und den Kulturpreis des Kreises Olpe verliehen bekommen hat.

Die beiden wollen die Bevölkerung nun wachrütteln und motivieren, sich für den Erhalt des Museums in der jetzigen Form einzusetzen. Wer sich ihrem Kampf anschließen möchte, kann sich bei Engelbert Stens oder Walter Stupperich melden. Einen Funken Hoffnung, die Politik noch umstimmen zu können, haben sie ebenfalls noch.

Ein Förderverein könnte ihrer Meinung nach die Lösung für die Fortführung des Museums in seiner jetzigen Form sein.

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