Gastronomen berichten über ihre Erfahrungen

Erfahrungen aus der Pandemie-Zeit

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Über die Erfahrungen in der Corona-Pandemie sprechen drei Lennestädter Gastronomen im Schatzmagazin.

Viele Einzelhändler, gastronomische Betriebe und Selbstständige mussten während der Lockdowns schließen. Einige konnten die Zeit für wichtige Arbeiten am Betrieb nutzen oder mit kreativen Ideen der Krise trotzen. Das Schatzmagazin befragte drei Lennestädter Gastronomen nach ihren Erfahrungen in der Corona-Pandemie-Zeit.

Lennestadt - Andreas Voss: „Unser Betrieb war sieben Monate komplett geschlossen. Neben der aufwändigen Beantragung für finanzielle Unterstützung vom Staat, lag unser Hauptaugenmerk darauf, das Mitarbeiter-Team zusammen zu halten, zu motivieren und fortzubilden. Am 30. Mai durften wir wieder eröffnen.

„Pünktlich“ zum Lockdown am 1. November startete der Neubau von Wellnessbereich, Schwimmbad und neuen Zimmern. Es war kein Tag Stillstand und so verging (für mich) die Zeit „wie im Fluge“. Und es wurden nicht nur bauliche Investitionen getätigt. In dieser Zeit wurde uns noch bewusster, dass wir viel mehr für zukünftige MitarbeiterInnen tun müssen. Vor allem Auszubildende wurden in dieser Zeit unterrichtet und an verbundene Betriebe „ausgeliehen“.

„Wir haben uns in der Zeit intensiv alle Arbeitsgänge angeschaut und in wesentlichen Bereichen optimiert, um für die Gäste ein noch angenehmeres Urlaubsgefühl zu erzeugen. Als Hotelchef weiß ich um die Verantwortung für meine Familie, die vielen Gäste und über 50 MitarbeiterInnen, die auf mich zählen. Aber genau diese drei Pfeiler, verbunden mit einem unzerstörbaren Optimismus, lassen mich positiv in die Zukunft schauen.“

Weitere Infos zum Landhotel Voss unter www.hotel-voss.de.

EssBahnhof in Grevenbrück

Eva und Michael Knoche konnten am Restaurant selbst nicht viel machen, da das Gebäude und die Räumlichkeiten soweit ausgebaut sind. M. Knoche: „Wir haben ein wenig renoviert und die Digitalisierung im Betrieb vorangetrieben. Die neuen Gesetze zur Kassenführung (TSE etc.) und Statistik haben uns auch eine Weile auf Trab gehalten.“ Außerdem nutzten sie die Zeit für andere „innere“ Werte: „Wir haben neue Rezepte gekocht und ausprobiert.“ Ärgerlich war für sie, dass

man überhaupt nicht mehr wusste, wie oder wann es wieder losgehen würde. Um trotzdem ‚Lebenszeichen‘ aus dem EssBahnhof zu senden, haben sie kleinere Werbeeinheiten auf Facebook gestaltet. Seit Ostern d. J. wurde dann ein Außer-Haus-Verkauf angeboten. Bei der konzeptionellen Weiterentwicklung des Restaurantbetriebes haben sie sich vorgenommen, in Zukunft selbst näher am Gast zu sein und mit neuen Themen auf der Speisekarte zu punkten.

An einem Tag der Woche wird es in Zukunft spezielle Angebote für Veganer, Vegetarier und Pescetarier geben. Auch für Gäste, die Wert auf reine Bio-Lebensmittel legen und Menschen, die leider aufgrund von Allergien nicht alles essen können, bietet der EssBahnhof nun originelle neue Gerichte an.

Mehr Infos zum EssBahnhof unter www.essbahnhof-lennestadt.de.

Gastroservice Hannuschke

André Hannuschke und sein Team von Imbiss Berg sind die „Kümmerer“ für Feiern und Feste aller Art. Während des Lockdowns im Frühjahr 2020 mussten sie alles komplett auf 0 herunterfahren. A. Hannuschke: „Wir planten gerade die Schützenfeste und Hochzeiten und dann wurde von heute auf morgen alles auf Eis gelegt. Alle Veranstaltungen wurden auf unbestimmte Zeit verschoben, teilweise Verträge gekündigt und Angestellte mussten in Kurzarbeit.

Sie wollten aber nicht untätig sein und wenigstens die Fixkosten decken. Da hatten sie die Idee, den Menschen im Lockdown gastronomisch eine kleine Freude zu bereiten. Es entstand der Lieferservice für Getränke und Cocktails „Gastroservice Hannuschke“.

Zum einen um Menschen zu versorgen, die Getränke benötigen und nur schwer aus dem Haus kommen. Zum anderen wollten sie den Menschen zu Hause ein bisschen das Gefühl von Normalität geben: Einen Cocktail zu Hause mit Familie oder Freunden trinken und ein bisschen Party-Feeling in der tristen Zeit verbreiten. Und das wurde gut angenommen. Der Lieferservice besteht heute noch und wird nun zusätzlich zu den Veranstaltungen angeboten. A. Hannuschke: „All das war aber nur möglich mit unserem hervorragenden Team, mit viel Fleiß und Engagement! Dafür ein dickes Danke!“

Weitere Infos zum Gastroservice Hannuschke gibt es unter www.gastroservice-hannuschke.de.

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