Erfolgreich zertifiziert

Das Management der Hospitalgesellschaft war sichtlich erfreut über die Zertifizierung der Krankenhäuser. Foto: Dieter Dörrenbach

"Für uns ist die Zertifizierung ein großes Ereignis." Wolfgang Nolte, Geschäftsführer der Hospitalgesellschaft Südwestfalen, war sichtlich stolz über das Ergebnis der Zertifizierung nach KTQ, die das Altenhundemer Krankenhaus im Verbund mit dem St. Martinus-Hospital nach dreijähriger Vorbereitung jetzt erfolgreich abschließen konnte.

Die KTQ (Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen GmbH) ist eine Gesellschaft, die es sich zum Ziel gesetzt hat, dem Qualitätsmanagement von Einrichtungen im Gesundheitswesen eine praxisnahe Orientierung in Form eines Kriterienkatalogs zu Verfügung zu stellen. Hinter der KTQ stehen die Bundesärztekammer, die gesetzlichen Krankenkassen, der deutsche Pflegerat und der Hartmannbund. Für die erfolgreiche Zertifizierung eines Krankenhauses müssen in den sechs Kategorien Patientenorientierung, Mitarbeiterorientierung, Sicherheit, Informations- und Kommunikationswesen, Führung und Qualitätsmanagement mindestens 55 Prozent der möglichen Punkte erreicht werden. Diese sechs Kategorien werden durch zahlreiche Unterkriterien noch erweitert. Auf stolze 70,1 Prozent kam das Altenhundemer Krankenhaus in Zusammenarbeit mit dem Olper Hospital.

"Wir haben uns über drei Jahre auf die Zertifizierung vorbereitet und ein strukturiertes, lebendiges Qualitätsmanagement aufgebaut. Bei der Erstellung der Selbstbewertung haben wir schon damit gerechnet, dass wir erfolgreich zertifiziert werden. Mit diesem überdurchschnittlichen Ergebnis haben wir jedoch nicht gerechnet", freut sich Volker Knie, Qualitätsmanagementbeauftragter der Katholischen Hospitalgesellschaft Südwestfalen über das gute Ergebnis.

Beste Versorgung für Patienten

Erstzertifizierte Krankenhäuser erfüllen in der Regel die gestellten Anforderungen zu 55 bis 65 Prozent. Als selbst genannte Vorgabe hatte sich das Krankenhaus 75 Prozent gestellt. "Patienten und Mitarbeiter profitieren langfristig davon", so Wolfgang Nolte, "denn das KTQ-Verfahren ist in seiner Zielsetzung immer auf die Patienteninteressen ausgerichtet. Es dient dazu, alle Prozesse so zu verbessern, dass die Patienten eine bestmögliche Versorgung erhalten. Die Visitoren prüften die beiden Krankenhäuser eine Woche lang in Form von persönlichen Begehungen und kollegialen Gesprächen.

Geschäftsführer Nolte dankte den Mitarbeitern beider Häuser für das Engagement an diesem Projekt. "Für uns ist es eine Bestätigung, dass wir zum Wohle der uns anvertrauten Patienten den richtigen Weg eingeschlagen haben und die Weichen für die Zukunft gestellt haben, " so Wolfgang Nolte, der auch die tolle Stimmung der am Freitag stattgefundenen Betriebsfeier hervorhob. Insgesamt werden in den beiden Krankenhäusern jährlich etwa 17.500 Patienten stationär behandelt.

Dr. Reinhard Schröder ging auch auf das Thema "Keime in den Krankenhäusern" ein. Auch hier haben die beiden Hospitale mit 2,1 Prozent pro 100.000 Patienten einen sehr niedrigen Stand.

Der Landesdurchschnitt liegt bei sechs Prozent.

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