Neue Attraktion im Kreis Olpe

Klara von Assisi-Weg feierlich eröffnet

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Bei der Eröffnung des Klara von Assisi-Weg dabei (v.l.): Pastor Dieter Koke, Barbara Sonntag, Birgit Geuecke, Elisabeth Schmittgens, Pia Wipper, Birgit Halbe, Dorothea Happe sowie Bürgermeister Stefan Hundt.

Insgesamt 60 Interessierte hatten sich auf der Gellestatt in Elspe eingefunden, um der Eröffnung des ersten Klara von Assisi-Weges in Deutschland beizuwohnen. Dieser Weg ist ein Pilger- und Glaubensweg für Frauen und Interessierte und soll eine Ermutigung, Stärkung und Inspiration für den Lebens- und Glaubensweg sein.

Elspe - Nahezu 60 Frauen und Männer hatten sich auf der Gellestatt in Elspe bei trübem Wetter eingefunden, um der Eröffnung des Klara – Weges beizuwohnen. Das Wetter tat der Aufbruchsstimmung keinen Abbruch. Im Gegenteil: man konnte förmlich spüren, mit welchem Elan und persönlichem Einsatz das sechsköpfige Team diese Aufgabe gemeistert hat.

Die Heilige Klara (1193-1253) kam aus einer reichen adeligen Familie. Ihr Lebensweg schien vorbestimmt zu sein. Jedoch allen Widerständen der Familie und der Kirche zum Trotz entschied sie sich für ein anderes Leben in Armut und Demut. Sie sorgte für einen weiblichen Aufbruch in der Kirche und verfasste eine eigene Ordensregel. Bereits kurz nach ihrem Tod wurde sie im Jahr 1255 heiliggesprochen. Eine der Organisatoren zog einen Bogen zu Maria 2.0.

Klara wurde auch von Franz von Assisi inspiriert, der sein Leben ebenfalls in Armut und Gottvertrauen führte. Das Klara-Weg-Team zog Parallelen zu den Frauen des 21. Jahrhunderts. Von ihr könne man eine Menge lernen. Vor Allem: Wir müssen uns Gott anvertrauen, eine kritische Solidarität zur Kirche zeigen – niemals jedoch Distanz dazu.

Vier Steelen mit unterschiedlichen Botschaften säumen den Weg

Der Weg beginnt unterhalb der Pfarrkirche. Oberhalb der Gellestatt befindet sich die erste Steele: diese steht für einen Aufbruch und von dort sollte man den 8 km langen Pilgerweg antreten. Die zweite Steele zeigt einen Stein mit Jutekleid. Klara trennte sich von äußerem Reichtum, ihren kostbaren Gewändern und von allem Schmuck. Sie folgte, befreit von jeglichen materiellen Dingen Christus in Solidarität mit den Bedürftigen. Die dritte Steele mit dem dazugehörigen Stein steht für das unerschütterliche Gottvertrauen. Mit ihren inständigen Gebeten schafft sie es einen Überfall der Sarazenen auf das Kloster San Damiano abzuwenden. Die vierte Steele und der Stein mit dem Spiegel zeigen ihre Sichtweise auf sich selbst. Immer wieder will sie damit zum Ausdruck bringen, dass man selber für alle Menschen sorgen soll. Im Spiegel soll man sich selbst erkennen und diese wichtige Botschaft nie vergessen.

Die erste Steele befindet sich an der Kirche und markiert den Aufbruch zu einem 8 km langen Weg rund um Elspe.

Pastor Dieter Koke segnete die Gläubigen, die unmittelbar nach der feierlichen Andacht mit Musikbegleitung von Birgit Jochheim den 8 Kilometer langen Weg wanderten. Auch Bürgermeister Stefan Hundt war bei der Eröffnung mit dabei und brachte ein kleines Präsent.  Die Projektgruppe der kfD besteht aus: Barbara Sonntag, Pia Wipper, Dorothea Happe, Birgit Geuecke, Elisabeth Schmittgens und Birgit Halbe. Ein lohnenswertes Beispiel für einen engagierten und selbstlosen Einsatz. Man kann den Damen der kfD nur tiefen Respekt zollen und die Menschen einladen, diesen Weg in Erinnerung an die Heilige Klara von Assisi zu gehen. 

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