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Die Planungen für neue Windräder im Kreis Olpe

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Von: Inge Schleining

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Planungsgebiet Windenergieanlagen Lennestadt Ostwind GmbH
So sehen die Planungen der Firma Ostwind für die acht Windendergieanlagen zwischen Kirchveischede/Bilstein und Benolpe aus. © Ostwind Erneuerbare Energien GmbH

Zwölf neue Windräder - jedes 200 bis 250 Meter hoch - sollen im Veischedetal entstehen. Acht davon könnten bereits im Jahr 2024 ans Netz gehen. Im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Stadtentwicklung und Bauen informiert die Stadt am nächsten Dienstag über die aktuellen Planungen.

Lennestadt - Zwei Firmen planen unabhängig voneinander die Windenergieanlagen im Veischedetal: Die Ostwind GmbH will acht Windenergieanlagen auf dem Höhenzug zwischen Kirchveischede/Bilstein und Benolpe errichten, die Firma VSB vier Anlagen etwas weiter südwestlich im Bereich Schmellenberg. Allerdings liegen zwei Anlagen der Ostwind im Planungsbereich von VSB. Die Windräder erreichen eine Höhe von 200 bis 250 Metern.

Beide Firmen haben die Stadt Lennestadt zum Jahresende über den aktuellen Stand ihrer Planungen informiert.

Die Planungen der Firma Ostwind laufen bereits seit 2016, nun werden sie konkret. Die neuen Anlagen sollen 2024 in Betrieb genommen werden. „Mit den GrundeigentümerInnen, darunter der Landesbetrieb Wald und Holz NRW, sowie weiteren privaten WaldbesitzerInnen, hat die Ostwind Erneuerbare Energien GmbH sogenannte Poolverträge zur Planung und Realisierung des Vorhabens geschlossen“, so die Ostwind in ihrer Projektbeschreibung. Artenschutzrechtliche Konflikte seien in bisherigen Untersuchungen nicht aufgetreten, das Gebiet zeige „eine sehr gute Eignung“ für die Windenergie auf, so Ostwind. In diesem Jahr sollen die aktuell geplanten Standorte nochmals vollumfänglich durch ein Fachbüro untersucht werden.

Zur Zuwegung und lokalen Infrastruktur schreibt Ostwind: „Für den Antransport der Windenergieanlagen wurde vom Hersteller bereits eine Machbarkeits- und Streckenstudie durchgeführt. Nach dem aktuellen Planungsstand würde hierbei der Antransport über die Bundesstraße B55 führen und hinter der Ortschaft Oberveischede zur Einsiedelei. Nach der Einsiedelei würden schon bestehende Wege im Projektgebiet von Ostwind ausgebaut und die lokale Infrastruktur gleichzeitig nachhaltig verbessert werden.“

Beide Firmen haben bereits ihre Absicht erklärt, der Stadt Lennestadt eine finanzielle Beteiligung anzubieten. Auch eine Beteiligung der Bürger, beispielsweise als genossenschaftliche Bürgerwindparkgesellschaft, ist in Planung.

Verhandlungen hat die Stadt Lennestadt allerdings bisher mit keiner der beiden Firmen geführt.

Hinsichtlich des Immissionsschutzes der Bürger und Anwohner gibt Ostwind an, dass die Abstände zu den umliegenden Ortschaften weit über den gesetzlichen Mindestabständen liegen. Interne Berechnungen zu Schall- und Schattenimmissionen zeigten, dass alle Grenzwerte eingehalten bzw. unterschritten würden. Hier sollen im anstehenden Genehmigungsverfahren noch unabhängige Gutachten erstellt werden.

Die Sitzung findet am Dienstag, 18. Februar, um 18 Uhr im Ratssaal 1, im Rathaus der Stadt Lennestadt in Altenhundem statt.

Weitere Themen:

Ebenfalls auf der Tagesordnung steht die Umsetzung eines Grünpflegekonzepts. Die Stadt Lennestadt möchte fünf Flächen im Stadtgebiet nachhaltiger und insektenfreundlicher pflegen. Die Rasenflächen sollen nicht wie bisher alle zwei bis vier Wochen gemäht werden, sondern lediglich zweimal im Jahr.

Weitere Themen sind das Anschluss-Förderprogramm „Photovoltaik für Wohngebäude“, der Tätigkeitsbericht der Umweltschutzbeauftragten und die Wohnflächenentwicklung in Lennestadt.

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