Etwas mehr Menschenwürde

In regelmäßigen Abständen fahren Christa Simon und ihr Mann nach Indien, um zu sehen, wie die Spendengelder vor Ort eingesetzt werden.

Seit Karl-Josef und Christa Simon 1995 die Indienhilfe Simon ins Leben gerufen haben, konnten sie, mit Hilfe der großzügigen Spenden aus dem Sauerland schon einiges bewegen.

Hilfe zur Selbsthilfe ist das Thema. Im ehemaligen Elsper Altenheim lernte das Ehepaar Simon Schwestern des Ordens "Daughters of Mary" kennen, die sich in Indien, in der Umgebung von Trichy, Tamil Nadu, um die Dahlit, die Unberührbaren kümmern. Das sind Menschen, die im indischen Kastensystem noch unter der untersten Stufe stehen. Die Schwestern des Ordens haben im Laufe der vergangenen Jahre mit den Spendengelden, die das Ehepaar Simon gesammelt hat unter anderem dafür gesorgt, dass die medizinische Versorgung und die Bildung der Kinder verbessert wurde.

"Ganz wichtig", so Christa Simon, "ist die Aufklärung und Ausbildung der Frauen, um ihnen mehr Selbstständigkeit zu geben. Denn sie erledigen die schwersten Arbeiten, haben aber keinerlei Rechte - über alles bestimmt der Mann."

2009 wurde die "Josef Simon Hall" fertiggestellt. In diesem Gebäude befindet sich ein großer offener Raum für abendlichen Förderunterricht, eine ambulante Krankenstation mit geschlossenem Behandlungsraum, wo die Kranken behandelt, geimpft, verbunden und mit Medikamenten versorgt werden. Von Zeit zu Zeit kommt ein Arzt für weitergehende Behandlungen oder kleine Operationen. Dann gibt es einen Seminarraum für Frauen: Hier werden sie weitergebildet, entwickeln ein Selbstwertgefühl und es wird ihnen ermöglicht, einen menschenwürdigen Platz in der Gesellschaft einzunehmen.

Schon nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass die ambulante Krankenstation nicht alle Kranken aufnehmen kann. Deshalb wurde der Seminarraum zunächst in einen baufälligen Anbau verlegt.

Investition in die Zukunft der Frauen

Für Nähmaschinen, Computer und eine Lehrperson hat die kfd Elspe Sorge getragen, die die Kosten für dieses Projekt - sowohl die Anschaffungskosten für vier Nähmaschinen und einen Computer, als auch die Dauerkosten für eine Lehrperson - zum größten Teil übernommen hat. Bei einem Besuch der Simons im Januar 2011 wurden alle notwendigen Gegenstände für die ambulante Krankenstation gekauft.

Das alte Gebäude, in dem die Frauen unterrichtet und ausgebildet werden, ist in einem sehr schlechten Zustand. Deshalb baten die Ordensschwestern um Spenden für ein neues Gebäude, mit dessen Bau bereit begonnen wurde. Dort soll dann die Ausbildung der Frauen stattfinden. Auch Büroräume für die Sozialarbeiter wird es geben.

Im Januar 2012 fliegen die Simons wieder nach Indien, um sich vor Ort das neue Projekt anzuschauen.

Um das neue Gebäude fertigzustellen, werden noch dringen Spenden benötigt. Wer helfen will, die Armut der Menschen in Indien ein wenig zu lindern, kann spenden für die "Indienhilfe Simon" Kontonummer: 240 70 351, bei der Sparkasse ALK, Bankleitzahl: 462 516 30. Bitte auch die vollständige Adresse angeben für die Spendenquittung.

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