24 Personen klagen über Symptome

Ferienlager nach Großeinsatz beendet: Untersuchung bestätigt Norovirus

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Kirchveischede - Nach dem nächtlicher Großeinsatz für Feuerwehr und Rettungsdienst in einem Ferienlager in Kirchveischede steht nun offenbar fest, was die Beschwerden der Teilnehmer hervorgerufen hat: Es waren wohl Noroviren.

Update 21. August, 15.26 Uhr: Noroviren waren wahrscheinlich Ursache für die Magen-Darm-Infektion, unter der 24 Teilnehmer einer Jugendfreizeit in Kirchveischede zu leiden hatten. Dies ergab jetzt die Untersuchung einer ersten Stuhlprobe, die der Fachdienst Gesundheit und Verbraucherschutz des Kreises Olpe in Auftrag gegeben hatte, wie die Kreisverwaltung am Mittwochnachmittag mitteilte.

Lesen Sie hier unsere ursprüngliche Berichterstattung: 

Kirchveischede - Nächtlicher Großeinsatz für Feuerwehr und Rettungsdienst in Kirchveischede: Ein Teil der Teilnehmer einer Ferienfreizeit klagte in der Nacht zu Montag über Symptome einer Lebensmittelvergiftung. Das Lager wurde nun vorzeitig beendet.

Die Einsatzkräfte wurden kurz vor 3 Uhr unter dem Stichwort "Massenanfall von Verletzten" in die örtliche Schützenhalle alarmiert. Nach ersten Informationen der Leitstelle soll es sich wahrscheinlich um eine Lebensmittelunverträglichkeit handeln. 

24 der insgesamt 66 Personen zählenden Gruppe aus dem Münsterland, die in den Sommerferien in der Kirchveischeder Schützenhalle beherbergt ist, klagten demnach über die typischen Symptome wie Übelkeit und Erbrechen. Das erklärte Christopher Hendrichs, Pressesprecher der Feuerwehr Lennestadt, vor Ort. 

Vier Kinder ins Krankenhaus gebracht

Rund 50 Kräfte von Feuerwehr, DRK und Malteser Hilfsdienst waren im Lennestädter Ortsteil im Einsatz. Ein Bereitstellungsraum wurde im Gewerbegebiet am Sportplatz eingerichtet. Zahlreiche Rettungs- und Krankentransportwagen standen zudem für weitere Patiententransporte bereit. 

Mehrere alarmierte Notärzte sichteten unterdessen die Kinder und Jugendlichen, die im Alter von 8 bis 13 Jahren sein sollen. Vier von ihnen wurden vom Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser gefahren. Feuerwehr und Polizei hatten die Schützenhalle großräumig abgesperrt. 

Betreuer in stationärer Behandlung

Wie der Kreis Olpe am Montagnachmittag mitteilte, seien 22 Kinder sowie zwei Betreuer von den Erkrankungssmptomen betroffen gewesen. Einer der Betreuer sei sogar stationär im Krankenhaus aufgenommen worden. Was für die Erkrankungen verantwortlich war, ist noch unklar: "Zur Ursache der Erkrankungen kann derzeit noch nichts gesagt werden. Die erforderlichen Laboruntersuchungen wurden durch das Gesundheitsamt veranlasst."

Die Ferienfreizeit werde hingegen nicht fortgesetzt: "Die verantwortlichen Betreuer haben sich entschlossen, die Ferienfreizeit zu beenden", heißt es vom Kreis.

Ähnlicher Vorfall vor zwei Jahren

Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren hatte es im August 2017 einen ähnlichen Vorfall in der Schützenhalle gegeben. Damals klagten 19 Kinder über Übelkeit und Erbrechen. Nach notärztlicher Versorgung waren sie damals auch in umliegende Krankenhäuser gefahren worden. Später wurde ein Norovirus als Ursache bekanntgegeben

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