Film: "Lemon-Tree"

Die ai-Gruppe Lennestadt setzt sich seit einigen Monaten mit Briefen und Petitionen für die Verbesserung der Situation der Menschen in dem palästinensischen Dorf Jayyus ein. Durch die Mauer, die die israelische Regierung aus "Sicherheitsgründen" durch ihr Land gezogen hat, werden die Bauern von ihren Feldern getrennt und haben keine Möglichkeit mehr, sich selbst zu ernähren. Besonders hart traf es den Bauern Sharif Omar. Vermutlich weil er im Ausland auf seine Situation aufmerksam machte, dürfen er und seine drei Söhne seit diesem Datum ihr eigenes Land nicht mehr betreten.

Das Dorf Jayyus ist nur ein Beispiel für die Auswirkungen der israelischen Besatzungspolitik im Westjordanland.

Bei ihren Recherchen zu dieser Problematik stieß die ai-Gruppe auf den auf der Berlinale 2008 mit großem Erfolg vorgeführten und mit dem Publikumspreis ausgezeichneten Film des israelischen Regisseurs Eran Riklis - Lemon Tree. In "Lemon Tree" bricht Eran Riklis den Nahostkonflikt runter auf einen skurilen Nachbarschaftsstreit. Zitronenbäume werden auf einmal zu einer Frage der nationalen Sicherheit - das zeigt, wie absurd Weltpolitik manchmal sein kann. Die ai-Gruppe Lennestadt konnte das Kino Altenhundem für eine Sondervorführung am Montag, 30. März, um 20 Uhr gewinnen. Vor der Vorführung besteht die Möglichkeit, sich über den Fall der Bauern von Jayyus zu informieren und sich für die Verbesserung ihrer Situation durch die Unterschrift in einer Petionsliste einzusetzen. Nach der Veranstaltung besteht für Interessierte die Möglichkeit der Diskussion mit Mitgliedern der Gruppe.

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