„Frieden für Alle“

Religionsgemeinschaften beten gemeinsam vor dem Lennestädter Rathaus

Friedensgebet 2021 Rathaus Lennestadt
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Zum Friedensgebet auf dem Lennestädter Rathausplatz kamen fünf Religionsgemeinschaften zusammen.

Als vor 20 Jahren der Terroranschlag auf das World Trade Center die Welt erschütterte, trafen sich in Meggen spontan Angehörige verschiedener Religionsgemeinschaften zum Gebet. Seitdem findet dieses Friedensgebet jährlich im September statt. 

Altenhundem - Im Vorfeld überlegen die Geistlichen gemeinsam, unter welches Thema sie das Gebet stellen, in diesem Jahr war es die Flutkatastrophe – „Frieden für Alle bzw. Kein Plan B – Überleben nur gemeinsam!“. Nedim Kalembasi, Vorsitzender des Arbeitskreises Integration, begrüßte die Gäste: „Dass fünf Religionsgemeinschaften zusammenkommen und gemeinsam für den Frieden beten, ist schon etwas Besonderes.“ Diese fünf Religionsgemeinschaften sind die evangelische und die katholische Kirchengemeinde, die Yesil Moschee für Lennestadt und Umgebung, die Alevitische Gemeinde Haci Bektas Veli Cemevi, und die pakistanische Religionsgemeinschaft Ahmadiyya Muslim Jamaat. Drei Geistliche sprachen zu den Gläubigen, Imam Burhan Sen, Pastor Ludger Wollweber und Imam Zaafer Mehmood. Pfarrer Dr. Jörg Ettemeyer konnte in diesem Jahr nicht teilnehmen. Bürgermeister Tobias Puspas übernahm die Verabschiedung. Dazu gab es musikalische Beiträge von der Musikschule Lennestadt-Kirchhundem und Kemal Tosun mit Begleitung.

Feuerwehrfahrzeug geht auf die Reise

Im Anschluss an das Friedensgebet konnte ein weiteres Feuerwehrfahrzeug für die türkische Partnerstadt Caycuma auf die Reise geschickt werden. Gemeinsam mit Hasan Akgönül sammelt Kalembasi Spenden und schickt immer wieder ausgemusterte, aber technisch einwandfreie Feuerwehrfahrzeuge in die Türkei. Die Stadt Lennestadt leistet dabei Hilfe in Bezug auf Bürokratie und Technik.

Mittlerweile sei die Feuerwehr in der Partnerstadt die am besten ausgerüstete Feuerwehr der Region, so Kalembasi. Aber die Wege, die die Feuerwehr bis in die Kleinstgemeinden im Umkreis von Caycuma zurücklegen muss, seien immer noch weit. Um beispielsweise bei einem Unfall technische Hilfe leisten zu können und Personen aus einem Fahrzeug zu befreien, gehen auch ein weiterer Spreizer und ein Schneider mit auf die Reise.

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