Ausverkauftes Gala-Konzert perfekter Start in den Advent

Meggener Weihnachtsfarben leuchten hell

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Ein beeindruckendes Bild bot sich den Zuschauern und Zuhörern, als Kirchenchor, das Kammerorchester und die Dombläser den Altarraum füllten.

Meggen. Was haben Pastor Wollweber und Papst Franziskus gemeinsam (mal abgesehen vom Glauben)? Nun, vor beiden erklang schon der glockenhelle Sopran von Anna Pehlken. Beim Papst sang die geborene Polin im August dieses Jahres beim Weltjugendtag in Krakau in der Aussendungsmesse; vor dem heimischen Pastor war sie die Solistin der vorweihnachtlichen Gala „The Colors of Christmas“, die am Sonntagabend in der ausverkauften Meggener Kirche das Publikum begeisterte.

Es war die Mischung, die die perfekte Einstimmung auf die Adventszeit zauberte: Ein bestens aufgelegter Kirchenchor unter der vorzüglichen Stabführung von Harald Jüngst unterstützt und begleitet von den Mainzer Dombläsern sowie dem Kammerorchester der Dortmunder Philharmoniker, die glasklare Stimme von Anna Pehlken und die einfühlsamen Gedichte und Weihnachtsgeschichten der bekannten WDR-Moderatorin Susanne Wieseler. Vorsitzende Maria Arns begrüßte die Anwesenden und dankte vor allem dem Hausherrn, der dem Konzert auf der Orgelbühne folgte und der Volksbank Bigge-Lenne, die von Peter Kaufmann vertreten wurde. Die aufgeführten Meisterwerke der weihnachtlichen Musik beinhalteten dabei natürlich die Giganten Händel, Mozart, Bach und Vivaldi, aber auch besinnliche Werke, etwas unbekanntere Komponisten wie Hammerschmidt, Rutter oder Anderson. 

Sopranistin Pehlken hatte ihre stärksten Szenen beim „Rejoice graetly“ von Händel und beim „Laudate dominum“ von Mozart; die Dombläser beeindruckten vor allem beim „Sleigh Ride“ (Leroy Anderson) und beim „Canzon septimi toni“ (Giovanni Gabrieli). Der stimmgewaltige Chor selbst hatte seine besten Momente zum Ende, dabei natürlich dem Komponisten geschuldet. Ein großes Rätsel Das „Halleluja“ aus dem Messias von Händel ist in seiner großartigen volkstümlichen Monumentalität unübertroffen und es bleibt eines der großen Rätsel der Musikgeschichte, wie man ein solch einzigartiges Oratorium in nur drei Wochen schreiben konnte. Beim abschließenden „Tochter Zion“ dirigierte Harald Jüngst die gesamten Kirchenbesucher, die ihrerseits das Ensemble nicht ohne Zugabe entließ. 

Wer nicht die Chance hatte, diesem ergreifenden Konzerterlebnis beizuwohnen, hat dazu am kommenden Sonntag, 4. Dezember, um 17 Uhr in Medebach die Gelegenheit. Dort werden die „Weihnachtsfarben“ nochmalig aufgeführt. Karten gibt es noch in der Volksbank Altenhundem und in der Buchhandlung Hamm. Ein kostenloser Shuttle-Bus fährt am Sonntag um 14.30 Uhr ab dem Busbahnhof Altenhundem.

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