Denkmäler sind „Gedächtnis und Geschichtsbuch des Landes“

Gelder aus Denkmalförderung für zwei Objekte in Lennestadt

195.000 Euro überbrachte Ina Scharrenbach vorn, Mitte) für die Sanierung der ehemaligen Sachtleben-„Kraftzentrale“, in der ein Fitness-Studio untergebracht ist
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195.000 Euro überbrachte Ina Scharrenbach vorn, Mitte) für die Sanierung der ehemaligen Sachtleben-„Kraftzentrale“, in der ein Fitness-Studio untergebracht ist.

 „Es ist entscheidend, dass ein Denkmal eine Nutzung erfährt. Denkmäler sind das Gedächtnis und das Geschichtsbuch unseres Landes.“ NRW-Heimat- und Bauministerin Ina Scharrenbach nutzte die Gelegenheit, um in Meggen Grundsätzliches zum Thema Denkmalschutz und -pflege zu sagen. Demnach gibt es im Bundesland rund 80.000 Objekte unter Denkmalschutz, von denen sich wiederum 80 Prozent in privater Hand befinden.

 Meggen/Saalhausen -   Um die Nutzung des ehemaligen Sachtleben-Kraftzentrale in Meggen und der Pfarrkirche St. Jodokus Saalhausen auch zukünftig zu gewährleisten, überbrachte Scharrenbach für beide Gebäude zusammen 261.000 Euro aus dem Landestopf für Denkmalpflege.

195.000 Euro gab es für Jürgen und Hubertus Patt, Eigentümer der ehemaligen Energiezentrale des Bergbauunternehmens Sachtleben an der Meggener Straße.

Das Haus wurde 1913 errichtet, unter Denkmalschutz stehen laut Lennestädter Denkmalliste die Fassade, der Dachkörper und die tragenden Teile im Inneren einschließlich des Treppenaufganges mit dem Originalgeländer.

Im Haus befindet sich seit einiger Zeit das Fitness-Studio Fitnessgrube. Jürgen Patt: „Wir wollen das Gebäude vor dem Verfall retten.“ Zunächst stehe die Dachsanierung an. Einen exakten Baubeginn konnte er nicht nennen: Die sattsam bekannten Lieferschwierigkeiten für bestimmte Materialien lassen keine genauen Angaben zu.

Pfarrer Christoph Gundermann nahm den Förderbescheid für St. Jodokus Saalhausen im Beisein von Alfons Heimes entgegen, links MdL Jochen Ritter.

96.000 Euro aus dem Landessäckel sowie 162.000 Euro aus Berlin erhält die St.-Jodokus-Gemeinde in Saalhausen für die Sanierung ihrer in Teilen aus der Spätromanik stammenden Pfarrkirche. Bis auf den Turm steht das gesamte Kirchenschiff unter Denkmalschutz.

Der ältere Teil aus dem 12./13. Jahrhundert soll unter anderem eine eigene Außentür erhalten, um ihn für kleinere Anlässe zu nutzen, außerdem soll der Krypta-ähnliche Raum „thermisch“ von der neuen, 1906 im neo-barocken Stil errichteten Kirche, getrennt werden.

Die aus der Mittelalter stammenden Wandgemälde sollen „aufgefrischt“ werden. In der neuen Kirche stehen unter anderem Wandsanierungen, aber auch technische Erneuerungen an. Für die Kirchengemeinde nahm Christoph Gundermann den Förderbescheid entgegen.

Pfarrer Christoph Gundermann blieb es in Saalhausen vorbehalten, den Förderbescheid im Beisein von Alfons Heimes zu unterschreiben.

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