„Unter Geiern“ begeistert Zuschauer und Darsteller

Gelungene Premiere

Frenetisch bejubelt bei der Ehrenrunde (von links): Oliver Bludau, Martin Semmelrogge, Jean-Marc Birkholz und Sebastian Kolb. Foto: Anette Leusmann

Unter großem Applaus der begeisterten Zuschauer verabschiedeten sich am Samstag die Darsteller der Karl-May-Festspiele auf der Naturbühne in Elspe nach der Premiere des Stücks „Unter Geiern – Der Geist des Llano Estacado“.

Mit reichlich Action, großen Explosionen und dem Mitwirken von Mönchsgeier „Jack“ als Geistervogel „Cochise“ ist Regisseur Jochen Bludau erneut eine abwechslungsreiche Umsetzung des Karl-May-Klassikers gelungen.

Besonders großen Beifall erhielt neben Jean-Marc Birkholz in der Rolle des Apachenhäuptlings Winnetou und Oliver Bludau (Old Shatterhand) Martin Semmelrogge für seine überzeugende Darstellung von Thomas Weller, dem Anführer der berüchtigten „Geierbande“. Seit 2007 spielt der Schauspieler jeden Sommer ein großes Open Air, seit drei Jahren immer mit Pferd.

„Es macht mehr Spaß als filmen“, so Semmelrogge im Anschluss an die Premiere. „Gerade hier in Elspe ist es was ganz Besonderes. Hier ist eine ganz besondere Atmosphäre. Es hat richtig Spaß gemacht.“ Auf die Frage, ob auch er mit seiner Erfahrung vor dieser Premiere noch Lampenfieber gehabt habe, antwortete er: „Man sollte in einer Premiere nicht verkacken. Man weiß ja, was auf dem Spiel steht. Ich bin ein Profi, ich möchte immer ein gutes Spiel machen“.

Auch bei den übrigen Darstellern herrschte Zufriedenheit. „Ich bin erleichtert“, betonte Oliver Bludau, Geschäftsführer des Elspe Festivals und Darsteller von Old Shatterhand. „Es ist gut gelaufen bis auf zwei oder drei Kleinigkeiten, die uns aufgefallen sind, die aber im Publikum keiner gemerkt hat“, so Bludau.

Neuling Eberts lobt Ensemble

Mit seiner Premiere als Komantschenhäuptling Schiba-bigk zufrieden war auch Tim Eberts. Der gebürtige Altenhundemer ist Schauspieler und ebenfalls neu im Ensemble des Elspe Festivals. Auch er ist, wie Semmelrogge, begeistert von dem Team. „Ich bin hier so toll aufgenommen worden, das erlebt man nicht überall“. Die Rolle des Komantschenhäuptlings bedeute für ihn eine besondere Herausforderung. „Ich bin Sauerländer und habe als Kind schon mal auf dem Pferd gesessen, doch Reitstunden hatte ich nie“, so Eberts. Seit September vergangenen Jahres habe er zweimal wöchentlich Reitstunden genommen, dazu seien regelmäßige Einheiten zu Pferde auf dem Festivalgelände gekommen.

Bis zum 14. September haben Western-Fans die Gelegenheit, das Stück „Unter Geiern – Der Geist des Llano Escacado“ live auf der Naturbühne zu erleben. (Von Anette Leusmann)

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