Die Glöckner von Förde

Torsten und Volker Patt läuten die dicke Michaels-Glocke. Foto: Gregor Breise

Die Glöckner von heute sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Hatten sie früher noch mindestens einen Buckel und eine feurige Angebetene, stellen die smarten Jungs von heute ihr Tun lässig ins Internet.

Doch der Reihe nach. Das Geläut der Grevenbrücker Nikolaus-Kirche gilt als eines der größten im Sauerland. Sechs Glocken (Michael, Josef, Maria, Nikolaus, Blasius und Agatha) hängen in gut 30 Meter Höhe und weisen die Gläubigen, wenn sie denn läuten, auf Gottesdienste, Feiertage oder Todesfälle hin. Wenn sie denn läuten...

Den Dienst verweigert

Denn es muss kurz vor Weihnachten gewesen sein, dass die dickste und größte Glocke (Michael wiegt drei Tonnen) ihren Dienst verweigerte. Irgendein Fehler im Antrieb ließ sie verstummen, bis das Brüderpaar Torsten und Volker, beides auch Kirchenmusiker und sicher vom Vater Karl Pott mit dem "Glocken-Gen" ausgestattet, zur Tat schritten. Seitdem läuten die beiden den Drei-Tonnen-Trumm per Muskelkraft.

Pastor Heinrich Schmidt freut es: "Das finde ich sehr sympathisch", sieht aber auch ein, dass dies kein Zustand ist und die Michaels-Glocke wieder repariert werden muss.

Für die Nachwelt zumindest bleibt der "Glockendienst" via "YouTube"-Video. erhalten.

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