Grevenbrücker Karnevalisten freuen sich über Landeszuschuss für neue Wagenbauhalle

74.000 Euro: Ministerin Scharrenbach bringt KCG Scheck mit

Ministerin Ina Scharrenbach (Mitte) trägt den Fanschal des KCG inmitten von Vorstand und Vertretern der Grevenbrücker Garden.

Grevenbrück - Voller Spannung hatte der Karnevals-Club Grevenbrück (KCG) den Besuch von Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung, erwartet. Denn im Vorfeld war bekannt geworden, dass das Land NRW einen Zuschuss für den Neubau der Wagenbauhalle bewilligt hatte.

Die Ankündigung, die Ministerin würde sich um eine Stunde verspäten, nutzte KCG-Präsident Manuel Schuppert für eine Vorstellung des Bauprojekts. Die Kosten für die Wagenbauhalle liegen bei rund 215.000 Euro. Durch Eigenkapital kann der Verein diese Ausgaben kaum bewältigen und ist auf Unterstützung angewiesen. Über Projekt-Flyer kam es bereits zu Spendenaufrufen in der Bevölkerung. Im Februar 2019 hat man es schließlich gewagt, einen Zuschuss über das Projekt „Heimat-Zeugnis“ bei der Bezirksregierung zu beantragen. 

Bürgermeister Stefan Hundt sprach in seiner Rede das baufällige Zelt an, welches derzeit noch für den Bau der Karnevalswagen genutzt wird. Er machte auf die Dringlichkeit dieses Projektes aufmerksam, lobte den KCG für die bisherige Umsetzung und betonte das gute Image des Vereins. Er bot seine Unterstützung an und erklärte spontan, dass sich die Stadt Lennestadt mit einem Zuschuss von 15.000 Euro an der Entsorgung von Altlasten auf dem Baugrundstück beteiligen werde. Ministerin Ina Scharrenbach erklärte anschließend, wie es zu der Landesförderung gekommen ist. Sie ging auf die Tradition des Karnevals ein, der Menschen verbindet und lobte die Jugendförderung des KCG. Mit den Worten „Geld kommt nicht im Koffer, Geld kommt in Umschlägen“, überreichte sie KCG-Präsident Manuel Schuppert und Kassiererin Carolin Gallego den Zuwendungsbescheid für die Wagenbauhalle in Höhe von 74.473,73 Euro.

„Heimat-Zeugnis“ ist eines der fünf Förderprogramme des Landes NRW, dessen Ziel es unter anderem ist, Menschen für lokale und regionale Besonderheiten zu begeistern. Mit einer Förderquote von bis zu 90 Prozent werden Projekte in NRW unterstützt.

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