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Hohe DFB-Auszeichnung geht in den Kreis Olpe: Dieser junge Mann ist Fußballheld

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Von: Inge Schleining

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DFB Fussballheld 2021/2022 Kreis Olpe Maurice Albrecht
Maurice Albrecht ist der „Fußballheld 2021/2022“ im Kreis Olpe. © Inge Schleining

Die Überraschung für Maurice Albrecht war riesengroß, als er kurz vor Weihnachten einen Brief vom DFB in seinem Briefkasten fand. 

Grevenbrück - Der 19-jährige Grevenbrücker ist begeisterter Fußballer und seine Begeisterung gibt er als Trainer an den Nachwuchs weiter. Das macht er so gut, dass ihn der FC Lennestadt als „Fußballheld 2021/2022“ vorgeschlagen hat. Und die Jury im Kreis Olpe hat ihn dann auch zum Fußballhelden gewählt.

„Fußballhelden – Aktion junges Ehrenamt“

Der DFB zeichnet mit diesem Titel jedes Jahr „junge, talentierte Menschen für besondere ehrenamtliche Leistungen im Bereich des Kinder- und Jugendfußballs aus“, heißt es im Brief. Und weiter: „Auf Grund Deines Engagements in der Jugendabteilung Deines Vereins FC Lennestadt bist Du vom Fußballkreis als Preisträger des DFB-Ehrenamtsförderpreises ‘Fußballhelden – Aktion junges Ehrenamt’ in der Saison 2021/2022 ausgewählt worden.“ Bundesweit wird aus jedem der 264 Fußballkreise je ein Fußballheld ausgezeichnet.

Maurice Albrecht ist Trainer der E-Jugend des FC Lennestadt. Er selbst ist aktiver Spieler der zweiten Mannschaft von RWL Grevenbrück. Und hier hat er auch erste Trainererfahrungen gesammelt: Schon mit 14 Jahren hat er den Trainer seines kleinen Bruders bei dessen Arbeit unterstützt. Vor zwei Jahren ist er als Trainer zum FC Lennestadt gewechselt, konnte im Team die E-Jugend trainieren. Nach einem Jahr hat ihm der FC angeboten, seine eigene Mannschaft zu trainieren. Maurice Albrecht freut sich über die Wertschätzung des Vereins: „Ich habe hier viel Freiraum, man traut mir sehr viel zu“.

Maurice möchte den Fußball und den Sport generell nicht nur in seiner Freizeit stattfinden lassen. Er bereitet sich zur Zeit auf ein Studium des Sportmanagements vor. Um bessere Chancen bei der Bewerbung für dieses Studium zu haben, absolviert er ein Fernstudium in diesem Bereich, lernt alles zur Spielanalyse, zum Scouting und baut sein Fußballwissen aus. Ab Oktober möchte er dann sein Studium in Köln aufnehmen. Doch trotz Studium will er seine E-Jugend weiter trainieren. Zum Training am Freitagabend und den Spielen am Wochenende wird er weiter vor Ort sein, dazu steht ihm ein breites Trainerteam zur Seite.

Doch, wie fühlt man sich als Fußballheld? „Ich war sehr überrascht und habe nicht damit gerechnet, dass mich irgendjemand vorschlägt“, so Albrecht. „Aber es ist eine Riesen-Anerkennung von Verein und Kreis, man findet, die Arbeit, die man leistet, ist gut.“ Seine E-Jugend hat er noch nicht wieder getroffen, aber von den Trainerkollegen kamen Gratulationen und es gab spontanen Applaus, als er auf den Fußballplatz kam.

Reise nach Spanien als Anerkennung

Zusätzlich zur Wertschätzung gibt es als Anerkennung für die Fußballhelden noch eine fünftägige Bildungsreise nach Spanien, in die Nähe von Barcelona. Neben einem Besuch des Stadions stehen Weiterbildungsangebote in Theorie und Praxis auf dem Programm.

„Ich möchte ein Riesen-Dankeschön an alle vom FC Lennestadt richten, für die Nominierung und das Vertrauen in mich. Und natürlich an RW Lennestadt für die Unterstützung in den Anfängen“, so Maurice Albrecht.

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