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Hospiz: Bauarbeiten schreiten voran - Verein ist auf Spenden angewiesen

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Von: Inge Schleining

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Hospiz zur Heiligen Elisabeth Lennestadt Altenhundem
Freuen sich über den Baufortschritt: (v.l.) Sebastian Kaufmann (Architekturbüro Eickelmann), Samira Grobbel und Martin Schäfer. © Schleining, Inge

Im Frühjahr 2021 starteten die Umbau-Arbeiten am Hospiz in Lennestadt. Der SauerlandKurier informierte sich über den Baufortschritt.

„Schön soll es werden, hell und freundlich, damit sich Gäste und Angehörige wohl fühlen“, sagt Martin Schäfer, Geschäftsführer des Hospizvereins Lennestadt. Im Frühjahr 2021 konnte der Umbau des Elisabeth-Hospiz starten – dadurch dass für die Umbauten der Bebauungsplan geändert werden musste und wegen der Corona-Pandemie, verzögerten sich die Arbeiten. Nun sind erste Fortschritte zu sehen.

Mehr Platz für Gäste und Angehörige soll entstehen, aus bisher sechs Gästezimmern sollen elf werden. Der Pflegebereich wird vom Verwaltungsbereich getrennt, damit im Pflegebereich die nötige Ruhe herrscht. „Hier wird dann nur gepflegt“, sagt Samira Grobbel, Pflegemitarbeiterin.

Um den nötigen Platz zu bekommen, hat der Hospizverein die obere Etage des Josefinums im gegenüberliegenden Gebäudeteil gekauft. Das gesamte Gebäude hat eine U-Form, das Hospiz wird die komplette obere Etage des Gebäudes belegen. In dem Bereich, in dem die beiden Flügel zusammentreffen, wird aufgestockt. Hier zieht die Verwaltung ein. Der Wohnbereich ist zukünftig eine geschlossene Einheit. Das Hospiz bekommt dann auch einen eigenen Eingang mit Empfangsbereich.

Erste Baufortschritte gibt es im neuen Pflegebereich zu sehen. Hier wird noch fleißig gearbeitet – aber die Aufteilung der Räume lässt ahnen, wie schön es wird. Auf einem Rundgang mit Martin Schäfer, Samira Grobbel und Sebastian Kaufmann vom Architekturbüro Eickelmann konnte sich der SauerlandKurier ein Bild machen.

Platz für Gäste und Angehörige

Die sechs Gästezimmer sind unterschiedlich groß, aber alle hell und lichtdurchflutet, mit einer großen Fensterfront und teilweise mit Balkon. Hier können sich Gäste und Angehörige wohl fühlen, können in heimeliger Atmosphäre wertvolle Zeit miteinander verbringen. Die Zimmer werden in natürlichen, erdigen Tönen gestaltet, mit Sitzecken und Übernachtungsmöglichkeiten für Angehörige. Dazu gibt es auf der Etage ein Wohnzimmer mit Wintergarten, in dem sich Gäste und Angehörige treffen und aufhalten können. Neben den Gästezimmern gibt es im Pflegebereich Umkleideräume für das Personal, Toiletten und Wirtschaftsräume, in denen zum Beispiel Waschmaschine und Trockner untergebracht werden können, damit lange Wege vermieden werden.

Wenn die neuen Räume fertig sind, kann das Hospiz umziehen und der dann freigewordene Bereich umgebaut werden. Wenn die nötigen Baugenehmigungen erteilt sind, kann dann die Aufstockung folgen.

Es gibt also noch einiges zu tun, bis das neue Hospiz fertig ist: „Wir wollen es jetzt vernünftig machen, in einer Zeit, in der die Preise steigen, hoffen wir, dass die Menschen dies mit ihren Spenden mittragen“, so Martin Schäfer.

Durch die Verzögerungen und aufgrund steigender Wasser-, Strom- und Gaspreise sind die Kosten um rund 500.000 Euro gestiegen, dazu kommen noch etwa 280.000 Euro für Zinserhöhungen. „Vergesst uns nicht“, bittet Martin Schäfer die Öffentlichkeit, denn auch wenn die Kosten hoch sind, die Umbaupläne sind richtig und wichtig. Das Hospiz habe einen großen Einzugsbereich, der gesamte Kreis Olpe und angrenzende Gemeinden gehören dazu. Für einen solch großen Einzugsbereich sind sechs Gästezimmer einfach nicht ausreichend, nicht alle Interessenten können aufgenommen werden. „Eigentlich ist es ein Skandal, wenn es in einem Hospiz Wartelisten gibt“, so Martin Schäfer.

Deshalb sei eine Erweiterung absolut notwendig und in dieser Größe auch gerechtfertigt. Zudem habe die Corona-Pandemie ganz neue Anforderungen an das Platzangebot offenbart.

Weitere Informationen und Möglichkeiten zur Spende auf www.st-elisabeth-hospiz.de

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