Indienhilfe Simon aus Elspe hat auch 2019 wieder einiges für Kinder bewegt

Mit Hilfe aus dem Sauerland: Waisenhaus eingeweiht und ambulante Krankenstation in Indien gebaut

Elspe - Die Indienhilfe Simon aus Elspe hat auch in diesem Jahr wieder einiges in Indien bewegt. Zwei Projekte ragen unter vielen Maßnahmen heraus: Eine Ambulante Krankenstation ist in Tamil Nadu entstanden und das Waisenhaus in Edayankulam ist fertiggestellt und im Februar dieses Jahres eingeweiht worden.

Seit 1999 engagieren sich Karl-Josef und Christa Simon aus Elspe in Indien. Zahlreiche Projekte wurden in dieser Zeit auf den Weg gebracht. Im Jahr 2019 lag die Projektarbeit auf nachstehenden Aktionen:

In Tamil Nadu (Santosh Nagar) wurde eine ambulante Krankenstation, ein Büro- und Sanitätsgebäude sowie drei Rehabilitationshäuser erstellt. 

In Vadanallur wurden in der Klinik weitere Infrastrukturmaßnahmen durchgeführt: Bohrbrunnen, offener Brunnen und Ummauerung. Das Krankenhaus arbeitet mittlerweile autark. 

Das dritte Projekt, Waisenhaus in Edayankulam ist fertiggestellt und ist im Februar dieses Jahres eingeweiht worden. Die Einweihungsfeier war für das Ehepaar Simon und ihre Tochter Christine Ronge ein besonders Erlebnis. Grundvoraussetzung für die Aufnahme weiterer Patenkinder ist jedoch, dass das Haus mit Nebengebäuden und dem angegliederten Konvent komplett ummauert wird. Selbst die Regierung hat erkannt, dass ohne diesen Schutz die Sicherheit der drei Ordensschwestern, der zwei Küchenhilfen und der großen Anzahl Mädchen nicht gewährleistet werden kann. "Dieses Bauwerk ist Schutz vor menschlichen und tierischen Eindringlingen. Man darf nicht vergessen, dass in Indien zahlreiche wilde Tiere leben", so die Simons.

Weitere Spender gesucht

Stolz sind sie darauf, dass das Waisenhaus mit Toiletten- und Waschanlagen inzwischen fertiggestellt ist. Die Sanitärräume sind schlicht, aber funktional und einfach zu reinigen. Eingezogen sind mittlerweile auch die 30 Kinder. Das Gebäude ist auf maximal 80 Personen ausgelegt. Die entsprechende Genehmigung der Regierung liegt vor. Für die Küche und die weitere Ummauerung fehlen zurzeit jedoch die finanziellen Mittel; man hofft jedoch auf Spender und dann kann das Projekt im nächsten Jahr hoffentlich fertiggestellt werden. Die Mädchen im Waisenhaus benötigen neben dem Essen, Unterkunft und Kleidung auch eine gute Schule. 

Gemeinsames Essen

Die kleine Dorfschule kann den Kindern das notwendige Wissen kaum vermitteln. Darum wurde eine neue Bildungseinrichtung in der Nähe gesucht und auch gefunden. Problem an dieser Schule: miserable Toilettenanlagen – auch hier muss noch einmal Geld in die Hand genommen werden, damit diese auf den aktuellen Stand gebracht werden können. Ein Bus musste für den weiten Weg ebenso angeschafft werden; damit der weite Weg gestemmt werden kann. Auch hier müssen die Lohnkosten für den Busfahrer übernommen werden. 

Fast alle Kinder haben mittlerweile Paten. Jedoch werden noch zwei weitere Waisenhäuser – eines für Jungen und eines für Mädchen – von der Indienhilfe Simon unterstützt. "Schön wäre es, wenn sich weitere Pateneltern finden würden, die die Kinder vor Ort unterstützen. Es ist schon bemerkenswert, dass man mit nur monatlich 20 Euro Hilfe leisten kann. Auch in den vielen armen Familien gibt es Kinder, die zwar nicht im Waisenhaus leben, jedoch durch die Patenschaft eines Menschen Perspektiven haben", so Karl-Josef und Christa Simon weiter. Dass das Geld gut angelegt ist, wird den Paten spätestens dann bewusst, wenn sie die Briefe der Patenkinder– meistens kurz vor Weihnachten und Ostern – in der Hand halten. 

Fotos vom Waisenhaus

Auf einem Schild an der Wand ist der Dank an die Indienhilfe nachzulesen. Mit im Bild: Schwester Eucharistia, die alle Fäden in der Hand hält.

Das Waisenhaus besteht aus 2 Etagen. In der unteren Etage schlafen die Mädchen, in der zweiten Etage können weitere Kinder untergebracht werden. Zur Zeit hat dort jedes Kind seinen Koffer mit seinen Habseligkeiten und einen Eimer mit Dingen für die tägliche Toilette.

Eine "Kuh-Waschanlage" gehört auch zum Haus.

Die Kinder haben keine Betten. Zum Schlafen werden Matten auf den Fußboden gelegt. Der Vorflur der 1. Etage ist gleichzeitig Studierfläche und Essbereich. 

Blick in die Küche

In der zweiten Etage ist auch ein Raum für die beiden Aufsichtspersonen und ein zweiter Raum für eine Psychologin, die einmal im Monat kommt und mit jedem Kind spricht. Das ist eine Auflage der Regierung.

Bei der Eröffnungsfeier wurde getanzt und gelacht.

Die zweite Auflage war – und dafür musste ein Darlehen aufgenommen werden – eine Mauer rund um das Waisenhaus und das Areal zu bauen. In Indien sind alle „richtigen“ Häuser und alle offiziellen Einrichtungen – Schulen, Kindergärten, Waisenhäuser etc. ummauert, als Schutz vor tierischen und menschlichen Eindringlingen. Die Tiere verwüsten die Gärten, Ziegen und Kühe und vor allem Hunde laufen frei herum. Aber auch die Gefahr, die von Männern droht, ist gerade in Indien wohlbekannt.

Spendenkonto

  • Indienhilfe Simon Stiftung
  • IBAN DE23 4625 1630 00240703 51 
  • E-Mail-Adresse oder Postadresse angeben wegen der Spendenquittung
  • Für Spenden bis zu 200 Euro wird keine Quittung benötigt, es genügt der Kontoauszug
  • Weitere Infos bei Karl-Josef und Christa Simon (☎ 02721/3560)

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