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Infos zu Gewaltvideos und Internetpiraterie sehr gefragt

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Videothek und Lennestädter Schulen klärten Eltern auf

Lennestadt. (dit)

Zu einem Informationsabend zu den Themen "Gewaltvideos" und "Internetpiraterie" luden die Familien-Videothek Grevenbrück und die Lennestädter Schulen jetzt ins Meggener PZ ein. Gut 280 Eltern von schulpflichtigen Kindern aus Lennestadt besuchten die Info-Veranstaltung und traten sehr nachdenklich ihren Heimweg an. Ihnen wurden teilweise extreme Bilder gezeigt, zum Beispiel die einer verwesten Leiche.

Die Aufnahmen stammten von Hauptkommissar Klein. Dieser hatte die Bilder Anfang des Jahres bei einem 15-jährigen Schüler aus dem Kreis Olpe gefunden. Die gezeigten Aufnahmen sollten die Eltern wachrütteln und ihnen zeigen, was heutzutage alles mit modernen Handys möglich ist.

Es ist ein geringe Zahl von Schülern, so Hauptkommissar Klein, die im Besitz solcher Aufnahmen sind. In den Pausen werden diese dann aber ahnungslosen Mitschülern unter die Nase gehalten und wer dann wegschaut, "ist einfach uncool."

Folgen für die Kinder seien Alpträume und im Schlimmsten Fall gar eine Traumatisierung. "Hauptquelle für solche Bilder und Filme ist das Internet", ist sich Horst Soltysiak von Universum Film München sicher. "Scheuen Sie sich nicht davor, Handys oder Computer ihres Kindes zu kontrollieren, auch wenn es für sie unangenehm ist", bat er die anwesenden Eltern.

Eine Maßnahme, die sich Soltysiak auch im Bezug auf illegale Raubkopien von Spielfilmen wünscht. Im ersten Halbjahr 2004 wurden 10,3 Millionen Spielfilme illegal aus dem Internet heruntergeladen.

"Internetpiraterie und Raubkopiererei sind keine Kavaliersdelikte", stellte Soltysiak klar. So könnte sich auch ein Zehnjähriger einen Horrorfilm ansehen, der erst ab 18 Jahre freigegeben ist. Soltysiak und Klein waren sich einig, dass Eltern ihre Kinder zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Medien erziehen müssen.

Falls noch andere Schulen im Kreis Olpe eine ähnliche Veranstaltung planen möchten, können sie sich mit Siegfried Dittert Tel. 02721/20221 in Verbindung setzen.

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