Ein Kleiderladen für jeden

„Jacke wie Hose“ feiert Neueröffnung in Altenhundem

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Die Mitarbeiter des DRK-Kreisverbands Olpe (v.l.) Birgit Eberhard, Daniel Gerk, und Petra Braun (r.) öffneten mit Winfried Erlebach (2.v.r.) vom DRK-Ortsverein Lennestadt am 1. August die Pforten des Kleiderladens „Jacke wie Hose“.

Altenhundem. Prall gefüllte Regale, viele Kunden und strahlende Gesichter der Mitarbeiter: Der DRK-Kreisverband Olpe öffnete in Kooperation mit dem DRK-Ortsverein Lennestadt am 1. August die Pforten des Kleiderladens „Jacke wie Hose“. Bereits am Eröffnungstag stieß die Einrichtung auf große Resonanz.

Ein Kleiderladen „für jedermann“ soll es sein – das Geschäft „Jacke wie Hose“ in den Höfen 3 in Altenhundem. Dabei richtet sich das Angebot nicht nur an Flüchtlinge oder Personen mit „Schein“. „Der Laden ist für jeden“, erklärte Birgit Eberhard, zuständig für Soziale Arbeit beim DRK-Kreisverband. So schaute sich beispielsweise am Eröffnungstag auch die Dame mit kleiner Rente und die etwas besser situierte Dame im Sortiment um. Dieses umfasst neben Bekleidung auch Zubehör für Babys und Koffer. „Möbel, Elektrowaren und ähnliches werden jedoch nicht angeboten“, so Birgit Eberhard. 

Über das Spendenaufkommen zeigten sich die Initiatoren durchaus zufrieden. So seien bereits „Säckeweise“ Spenden eingegangen – aber auch weiterhin sind Kleiderspenden in der Filiale willkommen. „Alles, was wir nicht zum Verkauf stellen können, kommt zur Kleiderspende“, erklärt Daniel Gerk, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Olpe Betreuungsdienst gGmbH. 

„Nachdem der Kleiderladen in Olpe so gut angelaufen war, haben wir gedacht, dass wir auch nach Lennestadt kommen müssen“, erzählt Birgit Eberhard.

"Schwarze Null" ist das Ziel 

Die zweite Filiale jedoch ist in Kooperation mit dem Ortsverein Lennestadt entstanden. „In der Filiale in Altenhundem wird das Haupt- und Ehrenamt zusammengeführt und vernetzt“, erklärt Daniel Gerk. 

Derzeit zählen zu der Einrichtung eine Halbtagsbeschäftigte, zwei Geringverdiener, vier Ehrenamtliche und eine Praktikantin von der Organisation „Förderband“. Zu ihnen gehören auch Annemarie Köster (Leiterin) und Bettina Cordes. „Zwei Mitarbeiter, die wegen Erkrankungen nicht mehr Arbeiten gehen können und dennoch etwas tun möchten, haben ihre Hilfe angeboten“, so Birgit Eberhard. „Eingliederungsarbeiter kommen auch noch“, so Eberhard weiter. 

Die Einrichtung macht sich auch für Obdachlose stark und arbeitet mit weiteren Einrichtungen, wie dem Frauenhaus, zusammen, um Gewaltopfern zu helfen. „Es ist ganz wichtig, auch Leuten in akuter Not zu helfen“, ergänzt Gerk. 

Dass Profitschlagen nicht das Ziel der Initiatoren ist, macht Daniel Gerk schnell deutlich: „In der Einrichtung arbeiten nicht nur Ehrenamtliche. Zudem muss auch die Miete für das Ladenlokal bezahlt werden. Selbst wenn der Laden gut läuft, sind wir glücklich, wenn wir zumindest die ‘schwarze Null’ erreichen.“

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