Jeder Cent zählt

Gymnasium MK besucht Schulprojekt in Kenia

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Frederik Linn, Sarah Schäfers, Werner Liesmann und Jens Epe berichteten über ihre Reise nach Kenia.

Altenhundem. Bei Schülern Verständnis für Drittweltländer entwickeln, das ist das Ziel des „Servir“-Projekts. Seit 30 Jahren in Brasilien und nun seit vier Jahren in Kenia, leistet das Gymnasium Maria König Entwicklungshilfe. Ende Mai ging es nach Kenia, um die Projektentwicklung zu begutachten.

Pundamila gehört zu der Gemeinde Makuyu. Es liegt ca. 70 Kilometer nördlich von Nairobi. In Makuya gibt es bereits eine Schule und sogar eine Art Berufsschule. Auch die Kinder aus Pundamila gehen dort zum Unterricht. Aber über eine Stunde zur Schule laufen und das auch noch über einen Trampelfad? Das kann sich hier niemand vorstellen. So kam die Idee, eine Schule und eine Krankenstation zu errichten. Es wurde Hand in Hand gearbeitet. Das Kloster mit Hilfe der Schwesterorganisation (SMI) der Salesianer nahmen das Projekt in die Hand. Das war der Stand von 2012.

Heute kann berichtet werden: Die Krankenstation ist fast fertig. Bei tiefstem Schlamm ist das Dorf – wenn überhaupt – nur mit einem Jeep zu erreichen, von einer Straße kann hier nicht gesprochen werden.

Deshalb ist die Krankenversorgung vor Ort für die Lehrer so wichtig. Die Beteiligten freuen sich ebenfalls, dass auch die Schule immer mehr Gestalt annimmt. Ende Juli soll der Bau fertig sein und schon für Januar ist der erste Unterricht geplant. Hier sollen die Klassen 1 bis 8 mit jeweils ca. 45 Schülern Platz finden.

Frederik Linn, Lehrer am Gymnasium, ist sichtlich beeindruckt: „Dieses Projekt und der Nutzen davon sind so wichtig und gut. Man hat gesehen, dass jeder Cent Wunderbares bewirkt und auch notwendig ist.“ Mit ihm verbrachten Sarah Schäfers, Werner Liesmann und Jens Epe die Woche in Kenia. Auch Lehrerin Sarah Schäfers und der ehemaliger Lehrer Werner Liesmann waren von der Herzlichkeit der Menschen ergriffen. „Man bekommt eine reale Vorstellung und wird einfach bescheidener wie wir leben. Die Menschen waren einfach glücklich, das hat mich so begeistert“, so Liesmann. „Es ist einfach sehr beeindruckend, die Menschen sind so dankbar“, fügt Sarah Schäfers hinzu.

Mit im 240-Familien-Dorf war auch Jens Epe. Er ist ehemaliger Schüler und führt nun ein „Virtual-reality“-Unternehmen. Mit seinen sogenannten „vroogles“ zeigt er einen dreiminütigen Film, den man hautnah miterlebt.

Mit einer Brille auf dem Kopf, sieht man über ein Smartphone 360-Grad-Szenen aus Pudmilla – als sei man mittendrin. Epes Wunsch ist, dass ein so emotionales Thema den Menschen mit diesem Medium näher gebracht werden kann. Mit einem Crowdfunding möchte er weitere Spenden für die Schule sammeln. 8000 Euro werden noch für das Inventar der Klassen benötigt.

Auch weitete Zukunftsprojekte stehen auf dem Plan. Ein Brunnen, weitere Solaranlagen für Elektrizität und eine mögliche Partnerschaft. Schulleiter Berthold Schleime erklärt „Es ist ein wichtiges Motivationsprojekt, dass bei den Kindern Verständnis erzeugen soll.“

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