Die ehemalige Volksschule in Saalhausen

"Jüngerer erhaltenswerter Zeitzeuge“ ist Denkmal des Monats

Lennestadt/Saalhausen – Die Stadt Lennestadt kürt in ihrem Jubiläumsjahr monatlich ein „Denkmal des Monats“. Dabei sind nicht nur Burgen, Kirchen und Fachwerkhäuser mit der Erbauungszeit vor 1900 erhaltenswerte Zeitzeugen der Baukultur. Die ehemalige Volksschule in Saalhausen ist mit ihrem Baujahr 1955 derzeit das jüngste Denkmal der Stadt Lennestadt - im Monat Juli.

Das im Jahr 1955 errichtete, von Architekt Paul Schneider-Esleben (1915 bis 2005) aus Düsseldorf entworfene und von Heinz Mack künstlerisch gestaltete Schulgebäude mit tiefgezogenem asymmetrischem Satteldach, liegt am Rande des in die bewaldeten Hügel des Sauerlandes eingebetteten Dorfes Saalhausen ganz in der Nähe des Kur- und Bürgerhauses am Rande der schönen Parkanlagen des TalVITAL. 

Der Bildhauer und Maler Heinz Mack (geb. 1931), dessen zentrales künstlerisches Thema das Licht ist; stellt seine Werke aktuell in Museen und Galerien in Deutschland, der Schweiz und Südkorea aus. „Er hat mit der steilen Pyramide aus Beton, die ursprünglich als Zeiger für eine im Boden eingelassene Sonnenuhr diente, eine Spur seines Schaffens auch in Lennestadt hinterlassen“, so die Stadt Lennestadt. Für die Erhaltung und Nutzung des Schulgebäudes sprechen wissenschaftliche Gründe hinsichtlich der Architekturgeschichte und künstlerische Gründe. In der guten Einpassung in die Landschaft sind auch städtebauliche Gründe für den Denkmalwert namhaft zu machen. 

Die Eintragung in die Denkmalliste der Stadt Lennestadt erfolgte am 27. Juni 2012. Um für die jüngere Architekturgeschichte besonders beispielhafte Gebäude und künstlerische Werke – vorrangig der Jahre ab 1910 bis zur Entstehungszeit in den 1970er Jahren – dauerhaft zu erhalten, ist es die gesetzlich vorgeschriebene Aufgabe der Denkmalbehörden, durch die Unterschutzstellung von „jüngeren erhaltenswerten Zeitzeugen“ die Denkmalliste zu ergänzen.

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