Kein Fall für den Sperrmüll

Möbelbörse in Elspe öffnet ihre Türen

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Die Organisatoren der Möbelbörse mit den sechs Lennestädter Flüchtlingen, die hier eine Beschäftigung finden. 

Elspe. „Die Bürger wollen Möbel spenden, aber wissen nicht wohin damit“, sagt Helmut Brocke-D’Ortona vom Jugendwerk Förderband. Dem schafft nun die Möbelbörse in Elspe Abhilfe. Am vergangenen Donnerstag wurde sie feierlich eröffnet, am kommenden Dienstag können hier erstmals Möbel abgegeben und abgeholt werden.

Die Möbelbörse ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Lennestadt und dem Katholischen Jugendwerk Olpe e.V. Förderband. Unterstützung kommt vom Caritasverband des Erzbistums Paderborn. Die Stadt Lennestadt hat die Räume in der Bielefelder Straße 122a angemietet, seit dem 1. Januar sind die Umbauarbeiten im Gang.

Bedürftige können hier gegen eine kleine Schutzgebühr Möbel erwerben. Jeder Bürger kann dieses Angebot nutzen.

Sechs Flüchtlinge, zwei Frauen und vier Männer, arbeiten hier mit. Im Rahmen des Asylbewerberleistungsgesetzes werden sie in Form von gemeinnützigen Tätigkeiten je 25 Wochenstunden mithelfen. Neben der Tätigkeit in der Möbelbörse wird an zwei Vormittagen Sprachunterricht stattfinden. Geplant ist auch ein Schneidereiprojekt für gebrauchte Kleidung. Helmut Brocke-D'Dortona sieht auch eine mögliche Mithilfe bei anderen Projekten, wie der Kleiderkammer, dem Warenkorb, der Fahrradwerkstatt oder der Tauschbörse „Starenkasten“.

So können die Flüchtlinge aktiv am Integrationsprozess mitwirken, können selbst Ansprechpartner für Neuankömmlinge sein und zur Willkommenskultur beitragen.

Bürgermeister Stefan Hundt freut sich, dass nach einigen Jahren Pause nun wieder eine Sammel- und Ausgabestelle für Möbel zur Verfügung steht. Er sieht einen großen Bedarf in Lennestadt, auch für diejenigen, die Möbel abgeben möchten. Das Projekt soll der gesamten Bevölkerung zugute kommen.

Ab dem 1. März ist die Möbelbörse dienstags von 14 bis 18 Uhr und donnerstags von 9 bis 12.30 Uhr geöffnet.

Angenommen werden:

Betten bis 100 x 200 cm

Regale

Stühle

Tische

kleine Schränke

Sessel

Schlafsofas

Hausrat, Geschirr und Besteck nach vorheriger Absprache (Tel. 02723/956817).

Schrankwände oder große Schränke, große Sofas, Ecksofas, Kühlschränke, Herde und Elektrokleingeräte können nicht angenommen werden. Solche Gegenstände können über ein schwarzes Brett angeboten werden. Aus hygienischen Gründen werden keine gebrauchten Matratzen, Kissen und Bettwäsche angenommen.

Die Möbel können während der Öffnungszeiten von den Spendern angeliefert werden, und werden dann gegebenenfalls von den Mitarbeitern der Möbelbörse aufgearbeitet.

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