Ältester Verein im Ort gibt Auflösung bekannt

Keine Zukunft für Chor MGV „Cäcilia“ Maumke

Der MGV „Cäcilia“ Maumke bei seinem letzten Auftritt, der Agathafeier zu Beginn dieses Jahres.

Maumke – Bereits im Dezember 2018 hatte der Vorstand des MGV „Cäcilia“ Maumke 1903 – im 115. Jahr des Bestehens – bekannt gemacht, dass der älteste Verein des Ortes das Jahr 2019 wohl nicht überleben werde. Der nunmehr ehemalige Vorsitzende Matthias Gräff informiert jetzt darüber, dass die Mitglieder die Einstellung des Chorbetriebes und Auflösung des Vereins vollzogen haben.

Nachdem sich Vorstand und Chorleiter bereits im Herbst darauf verständigt hatten, die seit 2011 bestehende musikalisch ergiebige, aber menschlich schwierig gewordene Zusammenarbeit zu beenden, habe eine kritische Analyse der Situation ergeben, dass auch durch die sinkende Sängerzahl mittlerweile die untere Grenze des für einen geregelten Chorbetrieb Notwendigen erreicht worden sei. Eine gleichmäßige Besetzung der vier Stimmen sei nicht mehr gewährleistet und trotz intensiver persönlicher Ansprache seien in den letzten Jahren keine Neuzugänge zu verzeichnen gewesen. So sei die Auflösung eine traurige, aber konsequente Entscheidung, so Gräff.

Seinen letzten Auftritt absolvierte der Chor unter der Leitung von Dirk Steffen zum Patronatsfest St. Agatha in der Maumker Kirche. Die Aktiven und deren Ehefrauen und Partnerinnen sowie die Witwen der verstorbenen Sänger verbrachten zum Abschluss einen gemütlichen Sonntag bei gutem Essen und Getränken. Der MGV „Cäcilia“ stand bislang neben der regelmäßigen Mitgestaltung von Messen bei den Gedenkfeiern für die Verstorbenen an Allerheiligen und zum Volkstrauertag bereit, gratulierte zu Goldenen Hochzeiten und hohen runden Geburtstagen, was insbesondere den Bewohnern des Richard-Winkel-Seniorenzentrums zugute kam. Auf die gesungenen Neujahrsgrüße konnten sich die Dorfbewohner verlassen. Der Versuch, einen gemischten Chor mit den Sängerinnen des Maumker Frauenchores „Cantare“ 2000 und bisherigen Sängern des MGV „Cäcilia“ sowie Neueinsteigern zu schaffen, sei an der zu geringen Beteiligung von Männerstimmen gescheitert, so der ehemalige Vorsitzende, der den Maumkern für die jahrzehntelange Treue und wohlwollende Unterstützung der „Cäcilia“ dankt. Inwiefern für die durch die Vereinsauflösung entstehenden Lücken Ersatz und Nachfolge gefunden werden kann, müsse in Gesprächen der Maumker Vereine, Gruppen und Engagierten geklärt werden.

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