Große Freude bei den "Ratz und Rübe"-Kindern

Arbeit in den Kindergärten nimmt wieder an Fahrt auf

Die Kinder des Kindergartens "Ratz und Rübe" in Grevenbrück freuten sich ihre Freunde wiederzusehen.
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Die Kinder des Kindergartens "Ratz und Rübe" in Grevenbrück freuten sich ihre Freunde wiederzusehen.

Grevenbrück - Dass die Corona – Krise allen eine Menge abverlangt, ist nicht zu leugnen. Auch den Kindern im Vorschulalter und generell allen jungen Menschen in den Kindergärten und Vorschuleinrichtungen ging es da nicht anders. 

Man spürt so richtig die Aufbruchsstimmung die auch im Kindergarten "Ratz und Rübe" herrscht. Bei einem Besuch konnte sich der Sauerlandkurier davon überzeugen. 

Das Gelände mit der ordnungsgemäß angelegten Maske betreten, wurde ich umgehend ermahnt, den Innenbereich nicht zu betreten, der ist nämlich nur den Betreuerinnen und den Kindern vorbehalten. Da zum Glück die Sonne lachte, war das auch kein Problem und Hilde Ross Vasconcelos erklärte den aktuellen Stand. 

Seit dem 16. März gab es ein Betretungsverbot für Kinder und Eltern. Ab dem 23. April galt eine Ausnahmeregelung für Kinder deren Eltern in systemrelevanten Berufen tätig sind etwas später für Kinder von Alleinerziehenden und Integrationskindern. 

Nach und nach kamen der Nachwuchs dann wieder in den Kindergarten auf dem Lehmberg in Grevenbrück – zunächst nur zwei Kinder, dann 9 und ab dem 28. Mai schlussendlich wieder 20 Kinder, da nun auch die angehenden Schulkinder die Einrichtung wieder besuchen dürfen. 

Beim Besuch des SauerlandKuriers am Freitagmittag waren noch sechs zukünftige „I-Männchen“ anzutreffen. Die Freude war ihnen sichtlich ins Gesicht geschrieben, da auch sie ihre Freundinnen und Freunde lange nicht sehen durften. Nun kehrt endlich wieder ein Stück Normalität ins Alltagsleben ein und ausgelassen toben die Kinder herum. Begeistert waren sie vom Programm während der Zwangspause: Die Erzieherinnen waren bei weitem nicht untätig. Stets wurden über WhatsApp – Gruppen Angebote weitergegeben:

  • Tänze und Spiele 
  • Bastelangebote 
  • Schatzsuche im Wald 
  • Experimente unter anderem „warum waschen wir uns so oft gründlich die Hände zu Corona-Zeiten“? 
  • das gute alte Kasperletheater
  • Bilderbücher 
  • Bastelangebote
  • ein Rätsel über Personalkinderbilder 
  • Koch – und Backvorschläge

Begeistert aufgenommen wurde dieses Angebot von den Eltern und Kindern. Beim ersten Wiedersehen sprachen sie ihren Dank aus und so mancher brachte ein kleines Geschenk mit. Die Handys der Eltern wurden für diesen Zweck „eingespannt“. Jedoch hat das ein oder andere Kind im Vorschulalter auch schon ein altersgerechtes Mobiltelefon. Die 6-jährigen Kinder beantworteten dann auch gerne die gestellten Fragen; dass ihnen die Zeit ohne ihre Kumpels auf die Dauer doch schon mal langweilig war, schilderten Linda und Katarina. Auch Max, Marques, Antonia und Henrik stimmten ihnen zu.

Dass es mit dem geplanten Urlaub in die weite Welt in diesem Jahr höchstwahrscheinlich nicht klappt, ist zwar ein wenig traurig für die Kids. So verbringen sie Kleinen ihre Ferien halt im Sauerland, machen Tagesauflüge zu den Sehenswürdigkeiten der Region oder suchen die Spielplätze auf. Bleibt die Hoffnung, dass es im nächsten Jahr wieder in die Ferne geht. Ein Teil der Kinder kommt nämlich aus vielen Ländern dieser Erde. Linda z.B. kommt aus China und Katarina aus Kirgistan. Auch Alea kann dieses Jahr nicht zu den Großeltern in den Kosovo reisen. Aber die Pandemie macht halt vor niemandem halt und so muss man halt das Beste daraus machen. 

Die Betreuerinnen haben sich für die Zeit nach der Zwangspause auch auf die neue Situation vorbereitet; die integrierte Turnhalle wird verstärkt genutzt. Wanderungen zum Sportplatz an der Habuche oder auch zur SGV – Hütte stehen auf dem Programm. Das gute Wetter spielt ihnen auch in die Karten: häufig kann man sich draußen aufhalten. 

Nichtdestotrotz werden die Hygienevorschriften verinnerlicht und natürlich strengstens eingehalten. Dazu zählen unter anderem die freiwillige Maskenpflicht, häufiges Händewaschen mit ausreichend Seife, die Kindergartengruppen mit stets dem gleichen Personal dürfen sich nicht treffen. Getrennte Spielplatzbereiche für die Gruppen. Entfernung der Kuschelbereiche. 

Zeigt gerade diese Maßnahme, dass auch bereits hier der Mindestabstand eingehalten wird und man aus der Situation das Beste macht. Am 8. Juni kommen dann auch die restlichen Kinder in den Kindergarten. Die Betreuungszeit ist begrenzt auf 25 bis 35 Stunden. 

Als ich mich verabschiede, erlebe ich noch einmal wie wichtig doch das persönliche Zusammenkommen ist. Die verbliebenen sechs Kinder wollten sich nicht voneinander trennen und fiebern bereits den nächsten spannenden Wochen in ihrem „Ratz und Rübe" – Kindergarten entgegen.

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