Kirchhundemer verurteilt für Kinderpornografie-Dateien

Neun Monate auf Bewährung plus 2500 Euro Geldstrafe

Grevenbrück. (ag)

Nach Anklage durch die Staatsanwaltschaft wurde ein 34-jähriger Kirchhundemer am Montag vom Amtsgericht Grevenbrück wegen Besitz von 140 kinderpornografischen Bildern auf seinem Computer zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Außerdem muss der alleinstehende Arbeitslose in monatlichen Raten zu 125 Euro insgesamt 2500 Euro an die Mutter-Kind-Stiftung bezahlen. Des Weiteren wurde sein Computer eingezogen, auf dem der zuständige Polizeihauptkommissar vom Kreispräsidium in Olpe immerhin gut 35.000 Bilder pornografischen Inhalts gefunden hatte. 140 davon zeigten missbrauchte Kinder in eindeutigen Positionen, womit der schlechte Geschmack ins Kriminelle abdriftete, wofür der Angeklagte, der zudem in der kreisweiten Jugendarbeit tätig war, nun vom zuständigen Richter Udo Poetsch nachdrücklich abgestraft wurde.

Dabei kam der Verurteilte noch glimpflich davon, hatte man ihm nicht nachweisen können, er habe sich die kriminellen Bilder vorsätzlich beschafft.

Der als Zeuge anwesende Hauptkommissar hat nach Angabe von Polizeisprecher Matthias Giese bis auf Weiteres noch viel zu tun, da die Internetkriminalität stetig zunimmt. Mit seinen spezialisierten Kollegen in allen Kreisen und kreisfreien Städten bundesweit dürfte die Polizei auch in Zukunft noch manchen Täter erwischen, da jeder Computer im Netz seine Spuren hinterlässt.

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