KiTa "Ratz und Rübe" Grevenbrück verabschiedet Leiterin - Christiane Schmitz übernimmt

Nach 45 Jahren: Hilde Ross Vasconcelos geht in Ruhestand

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Hilde Ross Vasconcelos geht in Ruhestand.

Grevenbrück - Die Sonne strahlte an diesem denkwürdigen Tag ganz besonders und die Kolleginnen, die Kinder und die Eltern hatten den "Ratz+Rübe"-Kindergarten auf dem Lehmberg festlich geschmückt. Hilde Ross Vasconcelos hatte an diesem 2. Juli ihren letzten Arbeitstag und der sollte für sie unvergessen bleiben. 

Die Szenerie war beeindruckend: Mehr als 99 Luftballons schwebten über dem Gelände, Vasconcelos` Bürostuhl war golden als Thron dekoriert und zahlreiche Geschenke umgaben die Leitern, als sie ihre Abschlussrede hielt. Sie dachte an ihre Zeit zurück, als sie 1975 zu arbeiten begann. Damals begann sie im St.-Nikolaus-Kindergarten. Was hat sich nicht alles verändert; damals kam der Nachwuchs erst mit vier Jahren in den Kindergarten. Seit 2007 besuchen auch schon Kinder ab zwei Jahren die Einrichtung. „Dadurch musste die Arbeit umstrukturiert werden – ich meine da nicht nur ‚Pampers wechseln‘, so eine schmunzelnde Hilde. Dass Corona nun noch einmal alles auf den Kopf gestellt hat, waren auch für sie denkwürdig. 

Die Geschichte des "Ratz+Rübe"-Kindergartens ist eng mit dem Werdegang von ihr verbunden. Eine Frau, die immer viele Ideen hat und ohne die diese Einrichtung nicht so dastehen würde. Bereits am 1. August 1985 wurde dieser in der OT gegründet. Vorher war es eine Spielgruppe, die an drei Tagen in der Woche geöffnet wurde. Da dieser noch keinen Namen hatte, sprach man zu der Zeit immer von dem ‚anderen Kindergarten‘, der neben dem traditionellen St.-Nikolaus-Kindergarten in Grevenbrück vorhanden war. 

Da die Kapazitäten am alten Standort einfach nicht mehr ausreichten, wurde ein neuer auf der Lehmbergstraße gebaut. Im Jahr 1991/1992 entstand hier auf dem Gelände eines Spielplatzes neben dem Schwesternhaus bzw. jetzt Caritas-Wohnheim dieses Haus, welches zweckmäßig und modern den Anforderungen gewachsen ist. Im Jahr 2011 kam dann der Anbau hinzu. 

Hilde war von Beginn an als Leiterin tätig und hatte großes Mitspracherecht beim Bau. Es entstanden die oberen Ebenen und die große Eingangshalle als Treffpunkt. Inzwischen arbeitet man an dem teiloffenen Konzept. Die Arbeit hier hat sich in all den Jahren sehr verändert: Integration steht ganz oben auf der Tagesordnung QM-Management, Partizipation sowie die Erstellung eines Schutzkonzeptes oder das Erstellnen von Bildungsdokumentationen - das waren nur einige Meilensteine, die maßgeblich unter ihrer Ägide angepackt und umgesetzt wurden. 

Christiane Schmitz übernimmt


Hilde Ross Vasconcelos bedankte sich ausdrücklich bei den vielen Vorständen und Elternvertretern, die sie kennengelernt hat. „Ihr habt mich immer hervorragend unterstützt.“ Ein dickes Dankeschön auch an alle Eltern. „In oft bemerkenswerter Weise haben sie sich eingebracht – einige Eltern hatte ich schon als sie noch Kind waren, hier im Kindergarten“, schmunzelt sie. Ein besonderer Dank geht auch an ihre Mitarbeiter – insgesamt arbeiten 12 Erzieherinnen dort. „Ohne den Vorstand, die Eltern und den Mitarbeitern könnten wir nicht so eine pädagogische Arbeit vorweisen.“ 

Neue Leiterin wird Christiane Schmitz

Hilde übergibt die Leitung in die Hände von Christiane Schmitz, die bereits seit Jahren als ihre Vertreterin fungierte. Ganz bestimmt wird sie die Kinder und ihre zahlreichen Ideen und Wortfindungen nicht vergessen. „An der Bildergalerie bei der ‚Rasselbande‘ – so eine der Gruppennamen, kann ich immer verfolgen, wie ich jedes Jahr älter werde. Und daher habe ich beschlossen, es reicht – ich möchte nicht irgendwann als Oma betitelt werden. Jetzt reicht’s: ab in die Rente“ Wenn ihr Mann Mario demnächst auch in den Ruhestand geht, werden die Beiden viel verreisen. Zu einem Tanzkurs muss sie ihren Mario noch überreden, ergänzt sie lachend. Abschließend sagt sie mit einer Träne in den Augenwinkeln: ich werde Euch alle sehr vermissen und viel an Euch denken. Wenn ich Euch zu oft besuchen komme, schmeißt mich einfach raus. Natürlich hatten Kinder, Eltern und Kollegen so manches Döneken parat und hatten Gedichte auf sie gereimt.

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