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Spendentransport von Stadt Lennestadt und Hensel-Electric startet

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Von: Inge Schleining

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Hilfstransport ins polnische Otwock von Stadt Lennestadt und Hensel Electric
Michael Rameil und Dieter Henke (vorne) bringen den LKW nach Otwock. © Inge Schleining

Großer Bahnhof am gestrigen Freitag für einen besonderen Hilfstransport: Die Stadt Lennestadt hat in Zusammenarbeit mit der Firma Hensel einen LKW voller Klappbetten in die polnische Partnerstadt Otwock auf Reisen geschickt.

Altenhundem - Denn von dort erreichte ein Hilferuf das Lennestädter Rathaus. Otwock liegt im Osten Polens, etwa 180 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt, etwa 300 Kilometer sind es bis zum ukrainischen Lwiw. Seit Kriegsausbruch Ende Februar seien etwa 3500 Menschen nach Otwock gekommen, offiziell seien davon 1000 in Otwock geblieben, inoffiziell etwa 2000, erläutert Bürgermeister Tobias Puspas.

Hilferuf aus Otwock

Das stellt die 50.000-Einwohner-Stadt vor große Probleme. Die Möbelhäuser seien nahezu leer gekauft und die Menschen in den Hallen müssten teilweise auf dem Boden schlafen, so Puspas. Die Stadt Lennestadt hat gehandelt, hat 120 Klappbetten bestellt – hier zeigten sich Bettina Flamme und Louisa Funke im Rathaus verantwortlich. Da keine Zeit für eine Spendensammlung blieb, hat der Arbeitskreis Städtepartnerschaft zugestimmt, die Betten aus dem Budget der Stadt für den Arbeitskreis zu finanzieren. 12.000 Euro wurden benötigt, etwa die Hälfte des Budgets, das im Haushalt für den Arbeitskreis eingeplant ist.

Bei der Frage, wie die Betten nach Otwock kommen sollen, war die Firma Hensel sofort bereit zu helfen. Sie stellte den LKW zur Verfügung, zwei ehemalige Mitarbeiter, die nun im Ruhestand sind, machten sich ehrenamtlich auf den Weg nach Otwock. Michael Rameil und Dieter Henke bringen den voll beladenen LKW in die etwa 1100 Kilometer entfernte Partnerstadt. Neben den Klappbetten ist er mit 200 Dosen Metten-Würstchen und weiteren Sachspenden beladen. Die Würstchen sind eine Spende der Eheleute Kaufmann. Der ehemalige Stadtdirektor Franz Josef Kaufmann und seine Frau Viola, selbst gebürtig aus Otwock, haben sich in besonderem Maß für die Städtepartnerschaft eingesetzt. Die Sachspenden hat Andreas Verbeek (Bündnis90/Die Grünen) gesammelt, die SPD-Fraktion hat sich mit einer Spende von 500 Euro an der Aktion beteiligt.

Weitere Spende vor Ort

Philipp C. Hensel, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Hensel: „Auf unsere Nachfrage beim Bürgermeister, ob wir noch anderweitig helfen können, haben die Otwocker den Bedarf an dringend benötigten Zelten für die Ukraine-Flüchtlinge vor Ort mitgeteilt. Der Einfachheit halber sind die Zelte dort direkt vor Ort bestellt worden und die Firma Hensel hat die Rechnung beglichen“. Das sind rund 10.000 Euro für sechs große Zelte.

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