"König Alfons" ist Rentner

Neben dem Bürgermeister wurden auch neun (nicht alle waren anwesend) verdiente Ratsmitglieder verabschiedet, darunter auch der stellvertretende Bürgermeister Manfred Brühl. Fotos: Gregor Breise

Wie bewegt der scheidende Bürgermeister Alfons Heimes während der großartigen Verabschiedungszeremonie am Dienstagabend auch gewesen sein mag, eines verliert er nie: seinen trockenen Humor.

So meinte er leise angesichts der zahlreichen Blumenstrauß-Geschenke, dass der Blumenschmuck wohl nur noch bei der Beerdigung zu toppen sei.

Wie sehr Alfons Heimes in ganz Lennestadt angesehen war und ist, zeigten die übervollen Ratssäle, deren Wände herausgenommen waren, um der vielen Gäste Herr zu werden.

Selbst Staatssekretär Hartmut Schauerte ließ es sich nehmen, Heimes zu verabschieden.

Dieser freute sich über alle Gäste, aber am größten war seine Freude über die Überraschungsgäste aus Otwock, die ihn auch mit drei polnischen Reden ehrten. "Mir wurde ganz komisch", zeigte er sich über die polnische Überraschung gerührt.

Nach der Verabschiedung von verdienten Ratsmitgliedern (Manfred Brühl, Hans Grofe, Karl Köhler, Reinhard Lauterbach, Ralf Meiworm, Friedhelm Karla, Wolfgang Schulte und Uli Selbach) hieß es: "Stefan, jetzt wird's ernst."

Er freue sich riesig und es sei ihm eine besondere Ehre, Stefan Hundt als seinen Nachfolger einführen zu dürfen. Sie hätten schon acht Jahre miteinander zusammengearbeitet: "Ich weiß die Stadt ist bei ihm in guten Händen - Bürgermeister zu sein ist eine wundervolle Aufgabe."

Alfons Heimes: "Ich bin froh, seit 1975 ununterbrochen hier im Rat tätig zu sein. Seit dem 1. Dezember 1997 bin ich Bürgermeister, was ich in dieser Zeit an Sympathie und Zuneigung erfahren durfte, ist nicht in Worte zu fassen."

Der neue Bürgermeister Stefan Hundt war etwas gerührt, die Nachfolge antreten zu dürfen: "Lennestadt ist die vielseitigste Kommune weit und breit, das Bild Lennestadts wurde besonders von Alfons Heimes geprägt."

Er habe das Rathaus zu einem offenen Haus gemacht, 12623 Tage politisch gewirkt und dabei über 350 Ratssitzungen und 720 Ausschußsitzungen beigewohnt.

Nach weiteren Reden von Gregor Schnütgen, Andrea Schauerte und Georg Kaiser ("Der Mann ehrte das Amt und nicht umgekehrt") kam es noch zu einer musikalischen Überraschungsdarbietung vor dem Rathaus.

Für die gelungene musikalische Unterhaltung im Ratssaal sorgten Michael Nathen (Klavier) , Jill Johnston (Cello) und Christa Maria Jürgens (Alt).

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