Olpe gegen SG Finnentrop/Bamenohl – Derby am Rothenborn

„Kracher“ im Kreispokal

Der FLVW-Kreisvorstand ehrte in Kirchveischede auch die Meister der Kreisligen. Foto: harpo

Kirchveischede/Kreis Olpe. Ein Fußballspiel mit zehnminütiger Pause – exakt 100 Minuten lang dauerte am Donnerstag der Kreisligastaffeltag in der Schützenhalle in Kirchveischede.

Die mit Spannung erwartete Auslosung der 1. und 2. Runde des Kreispokals brachte einige echte „Kracher“.

„Wenn sich überkreislich spielende Vereine bei mir beschweren, weil ihnen der Brauereibesuch entgeht, dann werden wir im kommenden Jahr die Auslosung wieder in geschmeidigere Hände geben“, witzelte der FLVW-Kreisvorsitzende Joachim Schlüter nach der Auslosung. Die hatte diesmal keine Frau, sondern erstmals der neue Repräsentant des Hauptsponsors und Pokalnamensgebers Krombacher Brauerei, Jens Selter aus Attendorn, vorgenommen. Selter bescherte seinem Heimatverein SV 04 Attendorn auch gleich mit dem Klassenrivalen FC Lennestadt einen dicken Brocken. Der aktuelle Kreispokalsieger SV Rothemühle ist Gastgeber des VSV Wenden, der FC Kirchhundem (Bezirksliga 4) empfängt den SC Drolshagen (Bezirksliga 5) zum Ligenvergleich.

Das Topspiel steigt allerdings in der 2. Runde am Olper Kreuzberg. Dort treffen die beiden Westfalenliga-Aufsteiger SpVg Olpe und SG Finnentrop/Bamenohl aufeinander, beide haben in Runde 1 ein Freilos erwischt. Insgesamt nehmen 51 Mannschaften am „Krombacher Pokal“ teil.

Zuvor hatten Schlüter, Uli Keine und Hartmut Baßenhoff aus dem Kreisvorstand die Meister der Kreisligen, SC LWL ‘05 (Kreisliga A), FSV Helden (Kreisliga B), TuS Rhode (Kreisliga C1), RW Hünsborn II (Kreisliga C2), FC Lennestadt III (Kreisliga D1) und SC Drolshagen III (Kreisliga D2) geehrt. „Mit den Aufstiegen von Olpe, Finnentrop/Bamenohl und Altenhof ist dies das erfolgreichste Jahr in der Geschichte des FLVW-Kreises Olpe“, erklärte Joachim Schlüter stolz.

Schlüter und Baßenhoff gaben einige Neuerungen und Änderungen in der Spielordnung und den „Durchführungsbestimmungen“ bekannt. Spielgemeinschaften werden durch den FLVW nur als Not-, nicht als Dauerlösung gesehen.

Folglich ist für alle Spielgemeinschaften, die nach dem 1. Juli 2015 angemeldet werden, im folgenden Jahr ein neuer Antrag oder ein Verlängerungsantrag zu stellen; überkreislich spielende Mannschaften können keine SG bilden, ein Aufstieg in überkreisliche Ligen (bis Westfalenliga) ist nur für SG möglich, die bereits mindestens drei Jahre bestehen.

Und – dies sorgte für einige erstaunte Blicke – die 2. Mannschaften einer neuen SG spielen in der gleichen Klasse wie die Erstvertretungen: „Die einzelnen Mannschaften de neu gebildeten SG nehmen die Plätze in den Kreisligen ein, welche die beteiligten Vereine im dann kommenden Spieljahr belegt hätten. In dieses Recht kann vom Kreisvorstand nicht eingegriffen werden, es sei denn, die neue SG wünscht dies.“

Zum leidigen Thema Schiedsrichtersoll führte der Kreisvorstand aus: „Wer das SR-Soll nicht zu 60 Prozent erfüllt, zahlt einen 50-prozentigen Aufschlag. Das ist neu, tut weh und erhöht den Druck. SR sollen mindestens 15 Spiele pro Jahr pfeifen. Ein Verstoß wird nicht mehr direkt sanktioniert, wohl aber über den KSA. Es gibt kein Turnierverbot für Vereine, die das SR-Soll nicht erreichen. Ein neu ausgebildeter SR zählt für die laufende Saison und zwei weitere Spielzeiten zum anmeldenden Verein; danach kann er wechseln, ohne weitere Konsequenzen für den aufnehmenden Verein. Vereine, die das SR-Soll übererfüllen, erhalten 100 Euro pro überzähligem SR, vorher 50 Euro. Und – auch das ist neu – jeder Verein, der einen neuen SR anmeldet, der dann auch tatsächlich mindestens ein Jahr pfeift, erhält einmalig 100 Euro.“ Der Vorsitzende des Kreisfußballausschusses (VKFA), Hartmut Baßenhoff, und der stellv. Kreisschiedsrichterausschussvorsitzende und Seniorenspielansetzer Ralf Harnischmacher erneuerten noch einmal das Angebot des KSA, zu den Vereinen zu kommen und sich „zu informieren und auszutauschen, beispielsweise über Regelkunde oder das Gewinnen neuer Schiedsrichter“. Baßenhoff: „Der KSA hat zwar kein Allheilmittel, kann aber wertvolle Tipps geben.“ Gesucht werden vor allem Referees für Seniorenspiele.

Der demografische Wandel macht auch vor dem Fußball nicht halt. Derzeit gibt es 59 Fußballvereine im FLVW-Kreis 25, im Sommer 2014 begannen 93 Mannschaften den Spielbetrieb, 2 wurden aus dem laufenden Wettbewerb abgemeldet. Auch bedingt durch SG-Bildungen schrumpft die Zahl noch einmal auf 84 Teams von A- bis D-Liga.

Rund 1300 Spiele wurden ausgetragen, ca. 40 in den Ligen C und D von „nicht geprüften Schiedsrichtern“, sprich Betreuern, auf die sich die Teams zuvor geeinigt hatten. „Das hat auch reibungslos geklappt“, so Baßenhoff.

Die Kreisligen A bis C beginnen am 16. August, letzter Spieltag 2015 ist der 13. Dezember, Start im neuen Jahr ist am 6. März, Finale am 29. Mai, im Anschluss folgen sofort eventuell nötige Relegationsspiele. Beginn der D-Liga ist am 30. August, am 15. November endet die Hinrunde, Start 2016 ist – je nach Staffelgröße – am 13. oder 29. März, Ende ebenfalls am 29. Mai.

Die Pokalspiele (1. Runde bis 6. August): SpVg Iseringhausen – SV Rahrbachtal SV Trockenbrück – FC Finnentrop SV 04 Attendorn – FC Lennestadt RW Ost./Schönh. – SG Kleush./Elben SV Rothemühle – VSV Wenden SG Alb./Heinsb. – TuS Rhode SV Dahl-Friedr.– VfR Rüblinghausen FSV Helden – FC Altenhof FC Inter Olpe – FSV Gerlingen SG Lütrhsn./Oberv. – SV Türk Attendorn FC Att.-Schwalbenohl – RW Hünsborn SF Dünschede – SV Ottfingen FC Kirchhundem – SC Drolshagen RSV Listertal – BW Hillmicke TuS Halberbracht – FC Möllmicke SC Bleche-Germ. – SV Maumke SSV Elspe – TuS Lenhausen SV Brachthsn-Wirme – RW Lennestadt SV Listerscheid – SV Heggen Freilose: Vatanspor Meggen (20), SG Saalhausen/Oberhundem (21), SF Biggetal (22), SC LWL ‘05 (23), TV Rönkhausen (24), SpVg Olpe (25), SG Finnentrop/Bamenohl (26), SG Serkenrode/Fretter (27), SV Oberelspe (28), Hützemerter SV (29), FC Langenei-Kickenbach (30), FC Schreibershof (31), SG Kirchveischede/Bonzel (32).

Runde 2 (bis 27. August): Sieger Spiel 1 – Sieger Spiel 2 (und fortlaufend).

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