"Kreativität braucht Freiraum"

Die Schülerarbeiten an den Fenstern des 'Kunsttempels' ergeben, richtig angeordnet, den Namen des Gebäudes. Fotos: Gregor Breise

"Am Zustand der Schulen erkennt man den Zustand der Stadt", sagte Bürgermeister Alfons Heimes bei der Wiedereröffnung des "Kunsttempels" am Gymnasium der Stadt Lennestadt.

Und wenn man sich das frisch renovierte Gebäude von innen und außen so ansieht, braucht einem um Lennestadt nicht bange werden.

Viele Würdenträger von Stadt und Rat, der ehemalige Schulleiter Dr. Schott, Schüler von früher und Kulturschaffende, hier vertreten durch Margret Berghoff und Beate Herrmann, hatten am Donnerstag den Weg nach Altenhundem gefunden. Nach einer kurzen musikalischen Begrüßung durch Michael Nathen (Klavier) und Claudia Priebe (Gesang) erinnerte sich Schulleiter Werner Hücking: "Als die Überlegungen zur Renovierung anstanden stellte uns die Stadt neben der Renovierung als alternative Überlegung auch einen Abriss und eine Neugestaltung unter Einbeziehung der neuen Turnhalle vor."

Der Schulleitung war schnell klar - und diese Überlegung teilten sie mit dem Bürgermeister - dass der Erhalt des repräsentativen Gebäudes im Vordergrund stehen sollte. Die Architekten Fleper schufen mit ihren Plänen ein neues Stück harmonischer Verbindung zwischen Alt und Neu, wie es so typisch für das Gesamtbild des Gymnasiums ist. "Hier im Kunsttempel soll das kreative Zentrum der Schule sein. Die Lage ein wenig abseits, aber direkt verbunden, verleiht ihm die Stellung einer Zufluchtsstätte, in der in einem anderen Takt, mit anderen Akzenten, aber genauso intensiv gelernt werden kann", so Hücking.

Bürgermeister Heimes machte glasklar deutlich: "Wir sehen die Investition in Bildung als Zukunftsinvestition mit Zinsen, die keine Bank bieten kann." Er verwies darauf, dass die Arbeiten hier noch keineswegs abgeschlossen seien. Rettungswege und die sich anschließende neue Turnhalle werden weitere 1,1 Millionen Euro kosten.

Die Vorsitzende des Künstlerbundes Margret Berghoff war erfreut, dass die Schule sich öffnet und Externe nicht nur aus dem Bereich der Wirtschaft sondern auch Kulturschaffende mit ins Boot nimmt. Sie bot ihre Unterstützung bei Mappenvorbereitungen an und träumte laut von einem Museumsbus, mit dem Schüler aller Schulformen temporäre Ausstellungen und bestehende Sammlungen unter fachkundiger und adressatengerechter Leitung besuchen können.

Nicole Rabenstein, Vorsitzende der Fachschaft Kunst, brachte ihre Botschaft auf einen ganz einfachen Nenner: "Kreativität braucht Freiraum, für die der Kunsttempel optimale Voraussetzungen schafft."

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