Der Künstler größtes Lob: "Wir fühlen uns zuhause"

Bürgermeister Heimes eröffnete am Sonntagnachmittag die Ausstellung der polnischen Gäste. Foto: Gregor Breise

Ausstellungseröffnung im Foyer des Rathauses Lennestadt

Lennestadt. (gb)

Der Besuch der neun polnischen Künstler in Lennestadt gipfelte am Sonntagnachmittag in einer gemeinsamen Ausstellung im Foyer des Rathauses der Stadt Lennestadt. Bürgermeister Alfons Heimes begann seine Begrüßung mit den Worten Picassos: "Kunst wäscht den Staub des Alltags weg". Nachdem er selbst die Werke, die sich mal mit Personen, viel mit den Kyrill-Schäden, aber auch in abstrakter Weise mit dem als Quartier und Atelier hervorragend geeigneten und genutzten Klaukenhof beschäftigen, begutachtet hatte, meinte er: "Die Werke machen neugierig auf Ihre Person und auch auf Ihr Land."

Nicht ohne Stolz blickte er zurück: "Unsere 15-jährige Städtepartnerschaft funktioniert vorzüglich auch im Bezug auf die Kunst. Unser Ziel war und ist es, dass sich Menschen treffen und begegnen und nicht nur Funktionäre. Als am 30. Oktober 1992 die Partnerschaft offiziell begründet wurde, war es eine besondere Herausforderung. Die Wunden des Krieges waren tief und haben bleibende Narben hinterlassen. Aber diese dunkle Seite der Geschichte hat das Bewusstsein geschärft, sich für Frieden und Menschenrechte einzusetzen. Europa wächst weiter zusammen." Die Vorsitzende des Künstlerbundes Südsauerland, Margret Berghoff, bekräftigte: "Der Besuch bescherte uns viele Impulse. Mein Tipp: Wenn Sie Ihre Heimat kennenlernen möchten, laden Sie sich Gäste ein, denn dann nehmen Sie eine Standortbestimmung vor. Sie treffen eine Auswahl, bestimmen, was wichtig ist und was für den Gast von Interesse sein könnte."

"Die Stadt Lennestadt tat gut daran, eine polnische Stadt als Partner zu wählen, es ist eine historische Verpflichtung", fuhr Margret Berghoff fort.

Wie wichtig den polnischen Künstlern die politische Lage ihres Landes ist, sah man nicht zuletzt an der Tatsache, dass sie am Sonntag noch zur polnischen Botschaft nach Köln fuhren, um zu wählen.

Nach dem Dank an die Stadt und an die beiden Übersetzer, die ihre Arbeit hervorragend meisterten, gab die Vorsitzende des Künstlerbundes das Wort an die polnischen Freunde und Gäste weiter. Jeder Künstler stellte sich kurz vor und erklärte seine Arbeit und Einstellung zur Kunst. Aber wohl kein größeres Lob konnte man den Gastgebern aussprechen, als das, was der polnische Delegationsleiter Leszek Korczak in einem Satz zusammenfasste: "Wir fühlen uns hier zuhause."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare