Kulturen als Bereicherung

Irische Schüler zu Gast am Gymnasium Maria Königin

33 Schüler aus privaten katholischen Schulen aus Irland besuchten jetzt das private Gymnasium Maria Königin in Altenhundem.

Altenhundem. Zum neunten Mal verbrachten 33 Schüler aus privaten katholischen Schulen in Listowel und Ballybunion in Irland, begleitet von drei Lehrkräften einige Tage mit ihren deutschen Gastschülern des Gymnasiums Maria Königin.

Besuche der Städte Köln und Siegen sowie des Freizeitbades in Plettenberg wechselten sich in den sieben Tagen ab mit Aktionen wie Rodeln und schulischen Aktivitäten. Getreu dem Leitbild der Schule Maria Königin: „Zur Verantwortung bereit sein“ stand – neben dem Spaßfaktor – auch das ernsthafte Lernen im Fokus.

Unter der Leitung von Ilse Beul, Markus Tröster und Winfried Rettler studierten die deutschen Schüler mit ihren irischen Partnern täglich die Nachrichten. Sie lernten etwas über Flüchtlinge in Deutschland und ihre Probleme. Die Iren wurden über das Umwelt-Projekt „Alu“ und die Hilfe für Straßenkinder in Brasilien und Kenia der religiösen Privatschule in Altenhundem informiert.

Interkulturelles Lernen

Für beide Seiten der Schülerschar war es unter der Maßgabe: „Andere Kulturen und Lebeweisen von innen her als Bereicherung verstehen“ eine manchmal auch komische Zeit des interkulturellen Lernens. Die deutschen Schüler lernten, dass im Jahr 2015 in Irland insgesamt nur 24 Asylsuchende einen Antrag auf Bleiberecht stellten. Umgekehrt erfuhren die Iren, dass Schneemänner in Deutschland keine wirklichen Männer sind und der Sahnehang zum Rodeln in Altastenberg nicht aus Sahne besteht. Und, dass ein „Besserwisser“ nicht arrogant, sondern nur der Gewinner eines gleichnamigen Ratespiels ist.

Natürlich wurden bei jeder Gelegenheit Selfies mit dem Smartphone gemacht. Bei der Disco tanzten ein Paar in Köln gekaufte Schuhe mit Leuchtsohlen in der völlig verdunkelten Pausenhalle von Maria Königin und die irischen Schüler gaben ihre tänzerischen Fähigkeiten zum Besten, inklusive Breakdance.

Die deutschen Schüler freuen sich jetzt schon auf den Gegenbesuch, der Anfang September stattfindet.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare