Der aktuelle Stand

„Nachhaltiger, grüner und digitaler“ - so soll Lennestadt im Jahr 2030 aussehen

Lennestadt 2030 Umfrage
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Martin Steinberg, Thomas Meier, Bürgermeister Tobias Puspas und Louisa Funke kamen zukunftsorientiert mit E-Fahrzeugen zur Vorstellung der Umfrageergebnisse von Lennestadt 2030.

Besondere Termine erfordern eine besondere Anreise und eine besondere Umgebung – so kamen die Vertreter aus dem Rathaus mit einem E-Scooter, einem E-Bike und einem E-Auto zum Pressetermin an den Sauerlandpyramiden vorgefahren, um über den aktuellen Stand von „Lennestadt 2030“ zu berichten.

Lennestadt - „Wo wollen wir mit den Bürgerinnen und Bürgern im Jahr 2030 stehen“, sei die große Frage, die hinter dem Projekt steht, so Tobias Puspas. Vor etwa drei Jahren hat der ehemalige Bürgermeister Stefan Hundt dieses Projekt initiiert – für die druckfrische Broschüre hat er das Vorwort verfasst. Mit einer Umfrage sollte digital und analog herausgefunden werden, wie die Lennestädter ihre Stadt in zehn Jahren sehen möchten – unterteilt in die drei Teilbereiche Social Club, Smart City und Green Gold. Social Club umfasst das soziale Umfeld, den Bereich Ehrenamt, Smart City die Digitalisierung und Green Gold die Bereiche Umwelt und Klima sowie Stadtplanung und Mobilität.

„Die Internetseite wurde 20.827 Mal aufgerufen und es wurde insgesamt 9.337 Mal abgestimmt. Wir sehen, dass uns besonders zwei Gebiete wichtig sind. Green Gold und Smart City sind etwa gleich auf und liegen deutlich vor Social Club. Unser Zukunftauftrag lässt sich damit wie folgt zusammenfassen: Lennestadt – ,den Schatz im Sauerland’ nachhaltiger, grüner und digitaler gestalten“, so Tobias Puspas im Schlusswort. Dabei soll es nicht um einzelne kleine Projekte gehen, der Auftrag soll sich wie ein roter Faden durch das gesamte Handeln ziehen. Bei jeder Entscheidung soll das Projekt Lennestadt 2030 im Blick sein. „Lennestadt 2030 ist als Prozess anzusehen, als Leitfaden für gegenwärtiges und zukünftiges Handeln“, so Tobias Puspas, „Uns leitet unser Zukunftsplan“. Künftige Maßnahmen sollen sich auf die Erkenntnisse von Lennestadt 2030 beziehen.

In der Umfrage wurden unterschiedliche Maßnahmen und Szenarien kommentiert und Vorschläge eingebracht. Die vier Top-Maßnahmen zielen auf Mobilität und Ökologie. Besonders gewünscht: das „Basispaket“, das Breitbandausbau und die Digitalisierung an Schulen beinhaltet. Top zwei: die Energiebilanz, die Lennestädter wünschen sich die Nutzung regenerativer Energien, öffentlichen und private Gebäude sollen energieschonend gebaut und nachgerüstet werden. Top drei ist die Elektromobilität und Top vier die Gartenstadt, Lennestadt soll grüner werden. So soll beispielsweise der Thomas-Morus-Platz, also der Rathausvorplatz, begrünt werden, nach und nach soll hier eine Parkanlage entstehen, der Platz soll grüner und schöner werden.

Martin Steinberg, der das Projekt von Anfang an begleitet hat, blickt zurück „Vor drei Jahren waren Begriffe wie ,Co-Working-Space’ oder ,autonom fahrende Fahrzeuge’ noch fremd, heute sind es gängige Begriffe.“ Der autonom fahrende Bus SAM lieferte einen Vorgeschmack.

Der Bereich Social Club wurde in der Umfrage nicht stark nachgefragt, mit knapp 200 Vereinen und Institutionen ist Lennestadt gut aufgestellt, gerade in der Pandemiezeit sei es aber wichtig, dass die Vereine weiter bestehen bleiben, so Puspas.

Die Broschüre fasst die Ziele, den Werdegang und die unterschiedlichen Bereiche zusammen und stellt die Ergebnisse der Umfrage dar. Sie liegt im Rathaus aus und wird beispielsweise in den Schulen verteilt. Aber natürlich ist sie auch digital und umweltschonend als E-Paper verfügbar.

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