Lennestadt "fusioniert" mit der Gemeinde Kirchhundem

Bezirksregierung Arnsberg ist politisches Hickhack leid

Lennestadt/Kirchhundem. (gb) Die Meldung der Bezirksregierung Arnsberg schlug ein wie eine Bombe. Die ständigen Querelen innerhalb der politischen Gremien in der Gemeinde Kirchhundem und eine Unterschriften Liste besorgter und empörter Bürger haben schließendlich die wohl in dieser Form einzigartigen politischen Entscheidung herbeigeführt: die Gemeinde Kirchhundem wird ab 2008 von der Stadtverwaltung Lennestadt geführt und mitverwaltet.

Jahrelang war ein politisches Possenspiel dieser Entscheidung vorangegangen: statt zum Gemeinwohl für die Bürger da zu sein, zerfleischten sich Stadtverwaltung, Bürgermeister, stellvertretender Bürgermeister, SPD, CDU und UK gegeneinander, ja gingen sich auf Volksfesten schon fast an die Gurgel. Die öffentlichen Ratssitzungen mussten in die Gemeinschaftshauptschule verlegt werden, weil die politischen Diskussionen teilweise mehr Zuschauer anzogen als das Bauerntheater in Oberhundem.

Überhaupt nicht begeistert zeigte sich Lennestadts Bürgermeister Alfons Heimes. Sein kurzer Kommentar zur Entscheidung der Bezirksregierung: "Wir nehmen nicht jeden". Doch wird er sich schließlich der übergeordneten Weisung wohl oder übel beugen müssen.

Kirchhundems Bürgermeister Michael Grobbel war zu keinem Statement bereit.

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