FC Lennestadt gewinnt "Masters"-Drama

?Die Nummer 1 im Kreis sind wir?: Nach der Siegerehrung ließen die Spieler des FC Lennestadt ihrer Freude freien Lauf. Fotos: harpo

"Keiner wird es wagen, uns – den FCL – zu schlagen", skandierten sie nach dem Ende eines denkwürdigen "Masters"-Finales in der Turnhalle "Auf‘m Ohl" in Meggen. Doch zuvor hatte es der FC Kirchhundem in einem mitreißenden Fight sehr wohl gewagt, den FC Lennestadt zu schlagen, allerdings nur bis 0,7 Sekunden vor der Schluss-Sirene.

Das hat es in der 24-jährigen "Masters"-Geschichte auch noch nicht gegeben. In der letzten Sekunde der Verlängerung unterläuft einem Kirchhundemer im Sechsmeterraum ein Handspiel, Schiedsrichterin Andrea Rath ahndet es mit einem Siebenmeter, den Florian Friedrichs sicher zum 3:3-Ausgleich verwandelt.

In die Ausführung hinein ertönt die Schluss-Sirene, Jubel beim FC Lennestadt. Dann Jubel beim FC Kirchhundem, denn Rath erkennt den Treffer zunächst nicht an, wie weiland der FC Schalke wähnt sich Bezirksligist FC Kirchhundem als Meister. Doch Andrea Rath musste sich nach Rücksprache mit dem Wettkampfgericht eines Besseren belehren lassen – der Treffer zählt, denn die entsprechende Regel besagt, dass ein Strafstoß selbst nach dem Schlusspfiff noch ausgeführt werden muss.

Es steht 3:3 und es kommt zum Siebenmeterschießen. Und hier erweist sich der Landesligist als absolut treffsicher. Vier Schützen versenken die Kugel im Netz, Jasmin Selimanjin scheitert mit einem Heber am Querbalken, Muja Bajgora am glänzend reagierenden Steffen Dicke – der FCL "ist durch" und holt als Gastgeber wie Olpe im Vorjahr auch den Titel.

Spannend war es zuvor auch in den beiden Halbfinals zugegangen. Der FC Kirchhundem gewann dank eines Tores von Spielertrainer Adnan Spago 1:0 gegen einen der Turnierfavoriten, RW Hünsborn. In der "Hammergruppe" A mit drei Landesligisten schied Cupverteidiger Olpe nach der Vorrunde aus, konnte sich aber mit dem Gewinn des Fairnesspreises in Höhe von 125 Euro trösten.

Die Gruppe B schloss Finnentrop/Bamenohl als Sieger ab und lieferte dem späteren Turniersieger Lennestadt einen tollen Fight, der erst in der Verlängerung zugunsten des FC durch einen Kracher von Sebastian Kaufmann entschieden wurde. Den dritten Platz sicherte sich im Siebenmeterschießen RW Hünsborn mit 3:2 über die SG. Deren Stürmer Philipp Hennes sicherte sich dann mit 5 Treffern die Torjägerkanone und 30 Liter Pils des namensgebenden Sponsors Krombacher Brauerei.

Den "Krombacher-Pils-Pokal" jedoch erhielt FC-Spielführer Moritz Thöne aus den Händen des Brauereivertreters Paul Theibach, dazu noch einen Scheck über 750 Euro.

Sieger und Platzierte wurden des Weiteren vom FLVW-Kreisvorsitzenden Joachim Schlüter, Pokalspielleiter Gerhard Kasten und Lennestadts Bürgermeister Stefan Hundt geehrt.

Geleitet wurden die Partien, die weitgehend fair verliefen, durch Andrea Rath, Marco Cremer und Josef Welzel.

Mit diesem Erfolg reist der FC Lennestadt im Januar 2014 als Titelverteidiger zum Jubiläums-"Masters" nach Kirchhundem, in Begleitung eines zweiten Clubs aus der Stadt an der Lenne.

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