Initiativen gegen Rassismus und Judenhass sollen gefördert werden - Bis 31. März bewerben

Lennestadt lobt Preis aus: „Kein Platz für Extremismus und Rassismus“

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Ein Symbolbild für das Vorhaben in Lennestadt

Lennestadt - Die Stadt Lennestadt lobt 2020 erstmalig den Preis „Kein Platz für Extremismus und Rassismus“ aus. Die Preisverleihung hat das Ziel, Initiativen zu fördern und zu unterstützen, die sich gegen Rassismus und Judenhass wenden.

Mit dem Preis soll das Engagement von Personen oder Gruppen gewürdigt werden, die sich gegen Antisemitismus und extremistische Ideologien einsetzen und für ein respektvolles Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft eintreten und dazu ermutigen. Außerdem soll der Preis eine öffentliche Anerkennung für beispielhafte Initiativen und Aktionen zur Prävention von Fremdenfeindlichkeit zum Ausdruck bringen. 

Der Preis wird künftig alle zwei Jahre öffentlich ausgeschrieben und ist mit 500 Euro dotiert. Der Preis kann auf mehrere Personen oder Gruppen aufgeteilt werden. Bewerbungen bis zum 31. März 2020 an die Stadt Lennestadt, Bereich für Familie, Soziales und Integration, Thomas-Morus-Platz 1, 57368 Lennestadt. Nähere Informationen gibt gerne Jens Dommes, j.dommes@lennestadt.de oder Tel. 02723/608501. Um den Preis können sich Personen, Gruppen und Initiativen aus der Stadt Lennestadt entweder selbst bewerben oder vorgeschlagen werden. Die Bewerbungen oder Vorschläge sollten enthalten:
- eine kurze Beschreibung des Projekts bzw. des persönlichen Engagements mit einer Darstellung
- eine Begründung, in welcher Art und Weise sich die vorgeschlagene Person oder Gruppe gegen Rassismus und Extremismus verdient gemacht hat
- die spezifischen Zielgruppen und Kooperationspartner(innen)
- sowie Aussagen zum zeitlichen Umfang und Anzahl der Teilnehmer(innen). Der Beschreibung können schriftliche oder digitale Publikationen hinzugefügt werden. 

Über die Auswahl der Person oder Gruppe, die mit dem Preis ausgezeichnet werden soll, entscheidet der Rat der Stadt Lennestadt nach der Empfehlung einer Jury, sowie nach Vorberatung im Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Soziales der Stadt Lennestadt. Der Preis wird in einer Ratssitzung durch den Bürgermeister der Stadt Lennestadt verliehen.

Im Zusammenhang mit der Beschlussfassung zur Auslobung des Preises hatte die Stadt Lennestadt bereits im September 2018 eine gemeinsame Resolution „Kein Platz für Rassismus und Extremismus“ verabschiedet mit folgender Erklärung: „Auch in der Stadt Lennestadt sind Aktivitäten extremer, rassistischer und antisemitistischer Gruppierungen festzustellen. Eine Duldung dieser Bedrohung ist nicht zu akzeptieren. Eine „offene Gesellschaft“ wird sich immer dann entschieden wehren, wenn sie ihrem Bestand gefährdet ist. Zu den unveränderlichen Kennzeichen der Bundesrepublik Deutschland gehört seit deren Gründung der Einsatz gegen Rassisten, Antisemiten und Extremisten. Der Rat der Stadt Lennestadt erteilt jeglicher Gruppe, die latent oder offen extrem, rassistisch oder antisemitisch agiert, eine klare Absage. Der Rat der Stadt Lennestadt lehnt Extremismus, Hass und Gewalt in der Politik und im Zusammenleben der Menschen sowie die Leugnung der Shoah (Holocaust) und aller nationalsozialistischen Verbrechen gegen die Würde der menschlichen Persönlichkeit entschieden ab. Der Rat der Stadt Lennestadt erkennt Freiheit, gegenseitige Toleranz, ein internationales Miteinander, Solidarität und Demokratie als konstitutiv für das Gemeinwesen ausdrücklich an. Der Rat der Stadt Lennestadt unterstützt im Sinne des Stadtpatrons Thomas Morus jedwede Aktivitäten, die Mut und Zivilcourage gegenüber rassistischen Tendenzen zum Wohle unserer Gesellschaft fördern.“

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