Lennestädter Stadtoberhaupt hat die Macht an die Narren abgegeben

Bürgermeister Stefan Hundt hat nichts mehr zu sagen

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Das Dreigestirn aus Halberbracht durfte in diesem Jahr den Schlüssel übernehmen.

Lennestadt. Lennestadt ist in der Hand der Narren: Bürgermeister Stefan Hundt hat bei der Schlüsselübergabe im Rathaus kapituliert und der närrischen Übermacht die Gewalt über die Stadt anvertraut. Die Jecken regieren nun bis Aschermittwoch.

Es war ein herrlich buntes Bild im Foyer des Rathauses: Schnecken, Schornsteinfeger, Einhörner, Seemänner und viele gut aussehende Wesen mehr tummelten sich gemeinsam mit den Vertretern der Karnevalsvereine auf beiden Etagen. Es wurde gesungen, geschunkelt, getanzt und gelacht - bis Bürgermeister Stefan Hundt mit den Tollitäten aller Karnevalsvereine die Bühne betrat. Was sie wollten war klar: Den Schlüssel. Bei so viel sympathischer Stimmung und närrischer Übermacht gab der Bürgermeister den Schlüssel freiwillig heraus und legte die Geschicke der Stadt für die nächsten Tage in die Hände der Jecken. Das „feminine Dreigestirn“ aus Halberbracht hatte in diesem Jahr die Ehre, den Schlüssel im Empfang zu nehmen. 

Zuvor wandte sich Hundt, der mit blonder Perücke und Sonnenbrille auftrat, an die närrischen Gäste: „Wunderschön sieht das Bild aus und die Musik nimmt uns so richtig mit in einen würzigen Lennestädter Karneval.“ Dann lehnte er sich trotz großer Widerrede aus Attendorn aus dem Fenster: „Ich bin überzeugt davon: Wir haben in Lennestadt den stärksten Karneval der Region. Und ich finde unsere Vereine, unsere Aktiven einfach Spitzenklasse.“ Man müsse sich allein vorstellen, wieviele Veranstaltungen in den Lennestädter Orten innerhalb von zehn Tagen vonstatten gingen. Dafür gab es lautstarken Applaus.

Mit der Liveband „Kölsch Connection“ feierten die Gäste der Schlüsselübergabe noch lange weiter, bis es in die Kneipen und Gaststätten ging, um Altweiber bis tief in die Nacht zu feiern.

Schlüsselübergabe in Lennestadt

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