Wichtiger Helfer im Notfall versorgt Retter mit schnellen Informationen

CDU Lennestadt verteilt kostenlos 2500 Notfalldosen im Stadtgebiet

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Ideengeberin Dorothea Happe stellte mit Parteifreunden, DRK-Vertreter Winfried Erlebach und Dr. Stephan Mönninghoff (beide hinten links) das Prinzip der Notfalldosen vor. Ab März sollen sie im Stadtgebiet gute Dienste tun.  

Lennestadt. Die CDU Lennestadt verteilt ab März 2500 „Notfalldosen“ kostenlos im Stadtgebiet. Diese kleinen Dosen können Ersthelfern im Notfall wertvolle Zeit ersparen und ihnen möglicherweise lebenswichtige Informationen für ihre Arbeit vermitteln.

Ideengeberin Dorothea Happe, Vorsitzende der Ortsunion Elspetal, erklärt das Prinzip der Notfalldose: In so einer Dose befindet sich ein Faltblatt, auf dem der Besitzer individuelle Angaben zu seinem Gesundheitszustand vermerken soll. Informationen über Allergien, Medikamenteneinnahme, Impfen oder zu benachrichtigende Kontaktpersonen ergänzen diese Angaben. Wichtig ist auch ein Foto des Dosen-Besitzers auf dem Infoblatt, damit Verwechselungen ausgeschlossen werden.

Dazu kommen zwei Aufkleber: Einer sollte an der Wohnungstür angebracht werden, der zweite auf dem Kühlschrank. Warum Kühlrschrank? Die Dose sollte zwingend in der Kühlschranktür aufbewahrt werden. Nicht etwa aus Gründen der Kühlung, sondern einfach, weil 99 Prozent aller Haushalte einen Kühlschrank haben und dieser meist einfach zu finden ist. Schließlich zählt im Notfall jede Sekunde.

Diese beiden Aufkleber signalisieren den Ersthelfern auf diese Weise direkt beim Eintreffen, dass es im Haus eine Notfalldose gibt. „Im Notfall ist es für Retter wichtig, sehr schnell individuelle und notfallrelevante Informationen über den Gesundheitszustand in Not geratener Menschen zu erhalten“, so die CDU-ler. Diese Informationen enthält die Notfalldose gebündelt und übersichtlich. Das macht sie so wertvoll.

Aus der Praxis berichteten DRK-Helfer Winfried Erlebach und Facharzt Dr. Stephan Mönninghoff, wie wichtig so eine Dose sein kann. Dr. Mönninghoff: „Das ist eine hervorragende Geschichte.“ Gerade in Zeiten von High-Tech-Lösungen sei die Notfalldose eine sichere und „wunderbare Lösung“.

In Lennestadt gibt es rund 12.000 Haushalte. Einige davon werden von alleinlebenden Senioren oder alleinerziehenden Müttern geführt. Vor allem (aber natürlich nicht nur) für sie sind die Dosen gedacht. Die Dosen sind ab dem 1. März bei den Vorsitzenden der zehn Ortsunionen in Lennestadt, der Seniorenunion sowie bei den Ratsmitgliedern erhältlich. Finanziert wurden die Dosen übrigens durch einen Teil-Verzicht der CDU-Fraktionsmitglieder auf ihre Aufwandsentschädigungen für die Ratsarbeit.

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