Umfrage zum Nichtraucherschutzgesetz in Altenhundem

Luft besser – Stimmung schlechter

Während an der Vogelstange der neue Schützenkönig für Altenhundem ermittelt wurde, fragte der SauerlandKurier die Besucher des Schützenfestes nach ihrer Meinung zum am 1. Mai in Kraft getretenen verschärften Nichtraucherschutzgesetz – und traf ebenso auf absolute Befürworter wie hartnäckige Gegner der Regelung.

„Auf Dauer schlägt das Verbot auf jeden Fall auf die Stimmung in der Halle, weil Gruppen auseinandergerissen werden, wenn die Raucher rausgehen“, sagte Joachim Niemeier, für den das Rauchen bei Feiern dazugehöre. Und: „Irgendwann müssen wir uns mal fragen, wie weit wir noch entmündigt werden sollen.“

Auch Andreas Rinscheid ist kein Freund des strikten Rauchverbots, das sich seiner Ansicht nach nicht nur negativ auf die Stimmung unter den Feiernden auswirke, sondern für Gastronomen ganz eigene Probleme bedeute: „Das Personal kann schon mal knapp werden bei Großveranstaltungen, denn da sind ja ebenfalls Raucher bei“, sagte Rinscheid.

Wolfgang Utmer dagegen hielt die strikte Regelung für sinnvoll – im Interesse aller Besucher. „Die Luft hier in der Halle ist wesentlich besser, und außerdem riecht man am nächsten Tag nicht so nach Kneipe.“

Auch Denise und Matthias Meyer befürworteten das Nichtraucherschutzgesetz. „Das ist grundsätzlich gut und wird auch in unserem Umfeld eher positiv als negativ aufgenommen“, erklärte Denise Meyer.

Ginge es nach Karl-Heinz Deichmann, wäre die Novellierung des Gesetzes nicht nötig gewesen. „Ich fand es sinnvoll, als Gaststätten noch in einen Raucher- und einen Nichtraucherbereich unterteilt werden durften. Damit wurden Nichtraucher geschützt und die Bürger nicht gleichzeitig entmündigt“, sagte Deichmann.

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