Maelo-Festival 2019 in Grevenbrück lockt über 1200 Besucher an

Im "Maelodrom" ging die Post ab

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Eingängige Musik hochkarätiger Bands (im Bild: Laurence Jones), tolle Lichteffekte und gut abgemischter Sound – das „Maelo-Festival“ 2019 hatte Klasse.

Grevenbrück - Zwei Tage lang verwandelten sich die Grevenbrücker Wiesen im Planken zum Festival-Gelände der Extraklasse. Bei bestem Sommerwetter ließen die Gäste beim „Maelo-Festival 2019“ so richtig die Post abgehen. Den beiden Organisatoren Alfons Neumann und Bernhard Willmes war es zum wiederholten Male gelungen, namhafte sowie aufstrebende Acts für das Festival im „Maelodrom“ zu verpflichten.

„Wir wollten die Atmosphäre des legendären ‘Folk in den Bergen‘ wieder aufleben lassen“, so „Alfi“ Neumann im Gespräch mit dem Sauerlandkurier. Das ist ihnen auf eindrucksvolle Weise gelungen. Festivalfans aller Generationen strömten aufs Gelände – und sie wurden nicht enttäuscht. Die riesige Bühne mit der entsprechenden Lichttechnik und natürlich optimal abgemischtem Sound sorgten für eine Show, die sich vor den großen Festivals nicht verstecken muss. An beiden Tagen jeweils annähernd 650 Besucher waren zwar ganz ordentlich, jedoch hätte diese Veranstaltung noch mehr Zuschauer verdient gehabt. 

Der Topact des ersten Tages „Wide Eyed Boy“ hat wie auch andere Bands seine Wurzeln in Großbritannien. Die sympathische Crew begeisterte am ersten Abend und war nicht umsonst als Headliner gesetzt. Die „Stereokeys“, eine Band von vier Leuten um Frontmann Benjamin Metten aus Elspe, überzeugten mit Witz und Spielfreude – dieses Attribut hatten sich wirklich alle Bands zu Eigen gemacht und glänzten mit einer einzigartigen Performance, die einfach ansteckend war. Das heute vielleicht nicht immer Selbstverständliche war beim Maelo-Festival Wirklichkeit geworden. Handgemachte Musik, mit beeindruckenden Leistungen der Akteure, bestens abgemischt und ehrlich. Jedenfalls kein „Einheitsbrei“, der oft gecovert, neu abgemixt und dann als das Non-plus-Ultra verkauft wird. Am Freitag waren ebenso noch „The Wake Woods“ dabei; Retro-Blues und ehrlichen Rock zauberten sie auf die Bühne. Spielfreude pur auch bei der Band „Space Ventura“ – Gitarrenrock mit einem eindringlichen Gesang und hervorragenden Schlagzeugern. Dass auch die Rahmenbedingungen stimmten, darum kümmerten sich die zahlreichen Bekannten und Freunde der beiden Organisatoren und der Sicherheitsdienst. 

Am zweiten Tag ging es munter weiter. Auch hier überzeugten die Bands und wussten die Festivalteilnehmer zu begeistern. Gitarrist Laurence Jones erinnerte mit seinem Gitarrenspiel irgendwie an eine Mischung aus Santana und Gary Moore. „Atemberaubend, was er drauf hat“, so ein Gast vor der Bühne. Jones wurde von seiner Band und den Backgroundsängern bestens ergänzt. Er zählt zu den ganz großen Blues-Hoffnungen in Europa und hat bereits zum dritten Mal mit seinen gerade erst 25 Jahren den Titel „Best Artist oft the year“ gewonnen. Dabei auch „The big Sleep“ – die Lokalmatadoren aus dem Repetal sind bereits seit Jahrzehnten ein eingespieltes Team und sorgten mit ihrem Spiel für Begeisterungsstürme. Leidenschaft mit Musik drückten sie aus, irgendwo angesiedelt zwischen Country, Blues und Rock’n Roll. „Rustics“ – erdiger Rocksound der 70er Jahre gemischt mit alternativen Elementen ist ihr Markenzeichen. Auch sie kommen aus dem Kreis Olpe und zeigten, dass sich die heimischen Musiker nicht zu verstecken brauchen. Aus Dresden kam die Gruppe „Wucan“ – eine Mischung aus verschiedenen Elementen und Musikstilen war ihr Markenzeichen. Eben ein wuchtiger Rocksound – klare und ehrliche Musik. „Black Mirrors“ aus Belgien – das Quartett um Sängerin Marcella Di Troia überzeugte mit Blues-Rock. Die Stimme irgendwo zwischen einer jungen Suzie Quatro und Chrissie Hynde von den Pretenders – einfach nur genial. Für das Finale sorgten dann „The Brew“ – die britische Band, die bereits beim Rockpalast aufgetreten ist, sorgte für einen bombastischen Abschluss. Ihre Mischung zwischen Rock und Blues hat sie mittlerweile in ganz Europa berühmt gemacht.

Ein tolles Festival-Wochenende neigte sich dem Ende zu – die Besucher kamen voll auf ihre Kosten. Der Reingewinn kommt dem St.-Elisabeth-Hospiz in Altenhundem zugute. Übrigens nutzten auch einige Teilnehmer die Möglichkeit in den Veischedewiesen zu zelten und den sauerländer Sommerabend final zu genießen.

Maelo-Festival 2019 in Grevenbrück

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