Meggen: ein Dorf im Strukturwandel

Grubenbetriebsführer Werner Ewers mit seinen Kumpels am Eingang des Stollen. Foto: Siegfried Dittert

Ehemalige Bergleute geben einen neuen acht Meter langen Stollen frei

Meggen. (dit) Ein neuer Stollen am Siziliaschacht in Meggen steht kurz vor der Vollendung.Der Förderverein Bergbaudenkmäler baut derzeit einen etwa acht Meter langen Stollen im Gelände des Siziliaschachtes. Die Arbeiten führen ehrenamtliche Meggener Bergleute unter der Leitung des letzten Grubenbetriebsführer, Werner Ewers, durch. Da wo der Stollen mit dem Gebirge zusammenkommt, soll demonstriert werden, wie früher der Stollenvortrieb vonstatten ging,-mit Druckluft betriebene Bohrmaschinen, die Anordnung der Sprenglöcher,wie mit Sprengpatronen besetzt wurde und wie die Abfolge der Sprengzünder erfolgte. Werner Ewers und seine fleißigen Helfer hoffen die Arbeiten bis Christi Himmelfahrt

fertig zu haben. Man sollte sich diesen Termin vormerken, denn dann heißt es "Tag der offenen Tür" am Siziliaschacht. Alle Interessierten und Neugierigen sind dazu recht herzlich eingeladen.Für das leibliche Wohl wird bestens gesorgt

Die finanziellen Mittel für den Stollenbau stammen vorwiegend aus privaten Spenden.

Zu erwähnen ist, dass der Arbeitseinsatz nicht nur dem Stollenbau galt, sondern es wurden nebenher sechs weitere Schilder aufgebaut für den berbaugeschichtlichen Wanderweg. Sie stehen auf dem Lutrop, beim alten Westschacht, beim Kali Chemie

Stollenmundloch, bei den Wolbecke Häuser und an der Sachtleben-Verwaltung. Vier weitere Schilder sind in Arbeit, sie werden

finanziert durch die NRW-Stiftung - Natur Heimat-Kultur in Düsseldorf.Übrigens: der Stollen, auf einer Länge von acht Metern, ist komplett

mit Holz ausgebaut worden. Diese Bauweise wurde von 1853 bis Ende der 50er-Jahre durchgeführt. Nur wo das Gebirge brüchig war, entstanden Stollen. Der Stahlausbau löste dann den Holzausbau ende der Fünfziger Jahre ab.

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