Michael Friedhoff schießt in der Sauerlandhalle in Altenhundem den Vogel ab.

Michael Friedhoff regiert Schützen in Altenhundem

Der frischgebackene Schützenkönig Michael Friedhoff wurde auf Schultern getragen. Foto: Sven Prillwitz

Der 120. Schuss war der goldene – und der gelang Michael Friedhoff: Der 46-jährige Maler- und Lackiermeister sicherte sich am Montagmittag in der Sauerlandhalle den Königstitel und regiert die Schützen in Altenhundem nun zusammen mit seiner Frau Eva für die nächsten zwölf Monate. Es war bereits die zweite Auszeichnung für den gebürtigen Altenhundemer an diesem Wochenende.

Am Sonntagabend nämlich waren Eva und Michael Friedhoff für ihr 25-jähriges Jubiläum als Jungschützenkönigspaar geehrt worden. Und eben dieses Jubiläum war der Grund dafür, dass der 46-Jährige überhaupt auf die Vogelstange geschossen hatte. „ich wollte uns zum Jubiläum selbst ein Geschenk machen und hatte die volle Unterstützung meiner Frau bei diesem Vorhaben“, erklärte Friedhoff nach der Siegerehrung.

Den Tipp, wohin er zielen sollte, habe er von einem Kegelfreund erhalten. „Ich selbst habe bei dem Schussfeld gar nicht daran geglaubt, dass ich den Vogel ´runterholen würde“, sagte der frischgebackene König, der um 12.05 Uhr feststand. Nachdem ihm auf dem Podest, von dem aus die Anwärter auf den Titel auf den Vogel angelegt hatten, die Königskette umgelegt worden war, wurde das Mitglied der zweiten Corporalschaft traditionell auf den Schultern zweier Schützenbrüder durch die bis auf den letzten Platz gefüllte gesamte Sauerlandhalle getragen. Auf der Bühne ließ sich das Königspaar, begleitet von den Klängen des Tambourcorps, kräftig feiern.

Acht Schützen brauchen 72 Minuten

Neben Michael Friedhoff hatten mit Christian Sommerfeld, Gisbert Thöne, Michael Cordes-Metten, Holger Picker, Andreas Eickelmann, Andreas Horn und Ralf Hesse, der den Vogel gebaut hatte, sieben Schützen den Vogel ins Visier genommen. Der hielt dem Beschuss exakt 72 Minuten lang stand. Georg Strubel (Krone), Thomas Ludwig (Zepter) und Ralf Hesse (Apfel) hatten sich zuvor die Insignien gesichert.

Die Stimmung in der Halle war bestens, vor allem die jugendlichen Besucher waren es, die die Stimmung mit Schlacht- und Wechselgesängen anheizten. Spätestens als der Vogel um 11.24 Uhr und damit nach 31-minütigem Beschuss, inzwischen kopf- und rechtsseitig flügellos, erstmals in eine Schräglage geriet, verfolgten die Zuschauer das auf einer Leinwand Bild-in-Bild übertragene Geschehen an der Vogelstange aufmerksam und feuerten die acht Schützen lautstark an.

Wesentlich länger hatte das Schießen der sieben Anwärter auf den Titel des Jungschützenkönigs am Samstagabend gedauert: Erst nach rund zweieinhalb Stunden und mit dem 190. Schuss, abgefeuert von Julius Eickelmann aus der 1. Corporalschaft, fiel der Vogel von der Stange. Der 16-Jahrige wählte Mara Hester zu seiner Königin. Lukas Völmecke (Krone), Peter Thöne (Zepter) und Tobias Hanses (Apfel) nahmen ebenfalls Abzeichen von der Vogelstange mit nach Hause. (Von Sven Prillwitz)

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