Mitgestalten kann nur, wer mitentscheidet

Antrittsbesuch beim KurierVerlag: Dr. Matthias Heider (Mitte), rechts Theo Kruse, links Chefredakteur Torsten-Eric Sendler. Foto: Gregor Breise

Das Nummernschild an seinem Wahlkampfbus ist Programm: Wer das Gefährt mit dem amtlichen Kennzeichen "OE-MK 2009" vor sich fahren sieht, weiß, hier ist Dr. Matthias Heider unterwegs, der Bewerber der Christdemokraten für den Bundestag.

Sein Wahlkreis "Olpe/Märkischer Kreis I" ist ein riesiger, mit 300.000 Wählern von Schalksmühle bis Kirchhundem.

Der gebürtige Lüdenscheider ist im Kreis Olpe noch nicht so bekannt, deshalb stellt sich Dr. Heider nun bei vielen Veranstaltungen den Wählern vor.

Etwas überraschend war die Nominierung Heiders in Drolshagen ja schon gewesen, musste man doch schon fast von einem verbrieften Recht ausgehen, dass ein Kandidat aus diesem Wahlkreis immer aus dem Kreis Olpe zu kommen habe.

Der groß gewachsene Jurist, der ganz gerne nicht nur ob seiner Körpergröße und seines Berufes mit Friedrich Merz verglichen wird, hat ähnlich wie der Briloner klare Ziele in schwierigen Zeiten.

"Die Hausaufgaben sind verteilt, die Visionen müssen jetzt aber umgesetzt werden. Das braucht Monate und Jahre", ist sich der Lüdenscheider bewusst.

Die Krise machen die kommende Wahl zu einer Richtungswahl: "Wir stehen an einem ganz wichtigen Punkt in Deutschland." Auch wenn die Wahl kein Selbsläufer werden wird, rechnet Dr. Heider mit einem klaren Votum für die CDU.

"Der Staat muss vieles richten und leisten. Die CDU ist die einzige richtig große Volkspartei. Die SPD zerlegt sich selber", findet Dr. Heider markige Worte. "Wir stellen die Weichen, denn nur der kann Demokratie gestalten, der sich auch entscheidet." Jeder müsse sich einbringen, dies sei eine staatsbürgerliche Pflicht.

Programm mit vier Punkten

Mit einem Vier-Punkte-Programm möchte Dr. Matthias Heider seine Wähler erreichen:

1. Jugend, Familien und die ältere Generation gehören zusammen, nicht losgelöst, betrachtet. Doch gerade für die Jugend müsse im Sauerland mehr Bindungswirkung ausgeübt werden, damit sie hier bleibe. Die ältere Generation müsse in der Gesellschaft integriert gehalten werden - gerade im Wohnungsbau und bei der Infrastruktur müssen in diesen Richtung mehr Anstrengungen unternommen werden.

2. Den Kommunen müsse mehr Handlungsfähigkeit zugestanden werden. Die Belastungen müssten abnehmen, damit die Kommunen mehr Spielraum für Bürgerprojekte hätten.

3. Umweltpolitik und technische Innovation.

4. Mittelstand: die Rahmenbedingungen für den Mittelstand müssen stimmen, stellt er doch einen Großteil der Arbeitsplätze. Hier sollte auf zuviele staatliche Hilfe verzichtet werden. "Der Staat ist nicht unbedingt der bessere Kaufmann. Daher eine klare Absage an die Staatswirtschaft, das ist in der DDR schon gründlich schiefgelaufen."

Auf die Frage, warum man den Politiker Heider wählen soll, bekennt er: "Auch ich habe keine Glaskugel, um in die Zukunft zu blicken. Aber die CDU hat es in Krisenzeiten immer beweisen, dass sie es können. Wir machen keine Versprechungen, wir bevorzugen die Methode ,kleine Schritte - langer Atem'. Auf uns kann man sich verlassen", schließt der Bundestagskandidat um hinzuzufügen: "Die Familie Heider freut sich auf das Sauerland."

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