"Moderat" um 44 Prozent erhöht

Die Gebührenanhebung trifft besonders die Langzeitparker in der Tiefgarage unter dem Altenhundemer Marktplatz. Foto: Gregor Breise

"Ich fühle mich abgezockt", ist Claudia Ommer sauer. Wie viele andere Dauerparker der Marktgarage in Altenhundem hat sie - "passend" vor Weihnachten - die Mitteilung der Stadt Lennestadt über die Erhöhung der Dauerparkergebühren erhalten.

Doch von der dort angesprochenen "moderaten Anpassung" merkt Claudia Ommer nichts: musste sie bislang 26 Euro im Monat für einen Stellplatz zahlen, sind es nach der Anhebung 40 Euro. Sprich eine Erhöhung von 168 Euro im Jahr auf nun 440 Euro.

"Besonders vor dem Hintergrund, dass ich als Vollzeitberufstätige die Marktgarage nur in den Abendstunden und an Wochenenden nutze, erscheinen 40 Euro für mich als Wucher", ist die Dauerparkerin nicht einverstanden mit dem Beschluss der Stadt, der, am 16. November vom Haupt- und Finanzausschuss bei einer Gegenstimme durchgewunken, der Kommune etwa zusätzliche 18.000 Euro im Jahr bescheren soll.

"Wir haben die Gebühren nur marktwirtschaftlich angepasst, damit machen wir hier aber immer noch keine Gewinne", so der Beigeordnete Karsten Schürheck, der auch darauf verweist, dass die Gebühren seit 1990 konstant geblieben waren.

Anpassung war an der Zeit

Uneinsichtig ist auch Claudia Ommer nicht. Sie sieht ein: "Dass eine Anpassung der Parkgebühren an der Zeit war, will ich nicht bestreiten. Eine Gebührenerhöhung jedoch um 44 Prozent und das einseitig für eine bestimmte Benutzergruppe, ist aber nicht hinnehmbar." Zudem vermutet sie, dass sie durch ihre überhöhte Dauerparkergebühr in Zukunft weiterhin den sehr günstigen Preis für den Kurzzeitparker subventioniere.

Karsten Schürheck verweist im Gegenzug darauf, dass es auch noch günstige Tarife gibt: "So kostet das Ticket von 18 bis 9 Uhr nur zehn Euro im Monat."

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