Der Möbelhäuptling schlug vor 25 Jahren sein Tipi in Elspe auf

Elspe. (tes) Gefeiert wurde am Freitag abend im Elsper Möbelhaus Knappstein: Es ist genau ein Vierteljahrhundert her, als der Möbelhäuptling im Kreis Olpe sein Tipi aufschlug.

Möbel Knappstein will im nächsten Jahr kräftig erweitern

Erich Knappstein war ein Thetener Junge. Gemeinsam mit seinem Bruder Edmund stieg er zunächst ins Speditionsgeschäft ein. Vor 60 Jahren wurde dann der Grundstein für das Möbelreich des Häuptlings gelegt. Zum

Verkauf kamen seinerzeit vor allem Qualitätsmöbel „Made in

Ostwestfalen“. In den 50er Jahren gingen die Brüder dann getrennte Wege, Erich Knappstein eröffnete ein Möbelgeschäft in Schmallenberg.

Es ist heute noch der Hauptsitz des Unternehmens. Schon 1959 erwarb man in Meschede das alte Gymnasium an der Steinstraße, das zum schmucken Möbelgeschäft umgebaut wurde. Doch die Ausstellungsfläche reichte hinten und vorne nicht aus, und so entschloss man sich für einen Neubau

im Gewerbegebiet Enste. Im Jahr 1981 kehrte Erich Knappstein dann in seine Heimat zurück.

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Aus dieser Zeit stammt auch der Begriff Möbelhäupling. Als Erich Knappstein nämlich die Hallen des einstigen Möbel-Kreises - in ihm hatten sich die Schreiner der Region zusammen geschlossen, um gemeinsam als Genossenschaft Möbel zu verkaufen - erwarb, hieß es: „Der Möbelhäuptling kehrt zurück“.

Die Leitung der neuen Filiale übernahm Sohn Michael Knappstein (damals 26 Jahre), der zuvor die Möbel-Fachschule in Köln besucht und das Mescheder Haus an der Steinstraße geleitet hatte.

Heute hat seine Ehefrau Gudrun Knappstein das Sagen in Elspe - Michael Knappstein leitet als einer von insgesamt drei Geschäftsführern die Geschicke des Unternehmens, das inzwischen insgesamt fünf Möbelhäuser (Schmallenberg, Meschede, Elspe, Remscheid und Bad Langensalsa in Thüringen) betreibt.

Mit nur sieben Mitarbeitern wurde 1981 der Geschäftsbetrieb in Elspe aufgenommen. Viele von ihnen sind dem Unternehmen heute noch treu. Wie zum Beispiel Hartmut Hennecke, der heute als Verkaufsleiter für Küchenmöbel in Meschede für Möbel Knappstein arbeitet. Ebenso immer noch dabei sind Sigrid Kraft, die für die Deko in allen Knappstein-Häusern verantwortlich ist, und Hildegard Jaspers-Kersting, immer noch kompetente Einrichtungsberaterin in Elspe.

Inzwischen den wohlverdienten Ruhestand genießen die ehemalige kaufmännische Leiterin Magret Köster sowie Herbert Wiese. Und für Sauberkeit und Ordnung sorgten seinerzeit Hildegard Albrecht (†) und Hannelore Bischoping.

Eingefädelt wurde der Kauf des Elsper Möbel-Kreis-Kaufhauses durch die Knappstein-Familie übrigens von Herbert Kleinsorge, dem ehemaligen Sparkassendirektor der Sparkasse Finnentrop. Er leitet übrigens heute noch die Gesellschafterversammlungen der Knappstein-GmbH.

Bereits 1988 wurde das Elsper Möbelhaus großzügig um- und ausgebaut. Auf 5.500 Quadratmetern findet der Kunde dort nicht nur ein Vollsortiment an Möbeln inklusive der Mitnahmeabeteilung „Junges Wohnen“, sondern auch ein modernes Küchenstudio sowie eine gut ausgestattete Geschenk-Boutique.

Und in Zukunft wird das Elspe Knappstein-Haus noch wesentlich mehr zu bieten haben: Die bisherige Grundfläche soll nahezu verdoppelt werden. Geschäftsführer Michael Knappstein zu den Planungen: „Die Gewohnheiten und Anforderungen der Kunden haben sich in den vergangenen 20 Jahren stark verändert. Nach dem Umbau wird der Verbraucher bei uns eine Erlebniswelt für die gesamte Familie vorfinden, mit Kinderbetreuung, Bistro und vielen anderen Dingen, wie man sie bisher nur von den ganz großen Möbelhäusern in den Ballungszentren her kennt.“

Und damit das Angebot an Möbeln in Zukunft noch umfangreicher wird, hat der Möbelhäuptling erst jüngst den Einkaufsverband gewechselt: „Wir gehören inzwischen einem der drei größten Verbände in Deutschland an.“

Als Dankeschön zum 25-jährigen Bestehen gibt es für die Kunden zur Zeit Sonderaktionen.

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