Namaste, Schwester Vinci

Maumker Schüler bekommen Besuch aus Indien

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Die Schüler der Maumker Grundschule können Georg Weißbrich und Schwester Vince den stolzen Betrag von 800 Euro überreichen.

Maumke. Staubsaugen, putzen, Küche saubermachen, Unkraut jäten, tapezieren, Tisch decken, Treppe putzen, Fenster putzen, Vogelkäfig reinigen, faule Äpfel aufsammeln, auf den Nachbarshund aufpassen, Taschentücher bügeln – die Liste der Aktivitäten der Staubengel ist lang. Die Schüler der Maumker Grundschule erledigten kleine Arbeiten und spendeten ihren Lohn an die indische Schwester Catherine.

Stellvertretend für Schwester Catherine besuchte die indische Ordensschwester Vinci die Maumker Schüler und nahm eine Spende über 800 Euro entgegen.

Seit vielen Jahren unterstützen die Maumker Schwestern Catherine. Diese war Ende der 80er Jahre als Ärztin am Siegener Marienkrankenhaus tätig. Hier entstand der Kontakt zu einem Maumker Familienkreis. Schwester Catherine kehrte zurück nach Indien und baute für ihren Orden im Lauf der Jahre mehrere Krankenhäuser auf. Seit dem Jahr 1990 wird sie von der Maumker Grundschule unterstützt. Der ehemalige Rektor Georg Weißbrich und seine Frau Ursula sammelten Spenden, im Jahr 1993 reisten sie erstmals nach Indien und lernten Schwester Catherine persönlich kennen. Es entstand eine innige Freundschaft, die bis heute anhält.

Mit phantasievollen Aktionen haben die Maumker Schüler immer wieder Geld gesammelt und für verschiedene Projekte in Indien zur Verfügung gestellt. Im vergangenen Jahr sammelten sie als „Staubengel“ Geld. Bei Familie, Freunden und Nachbarn halfen sie in Haus und Garten und bekamen dafür einen kleinen Lohn. Auf diese Weise kam der sensationelle Betrag von 800 Euro zusammen.

Schwester Vinci, zur Zeit ebenfalls am Marienkrankenhaus tätig, reist am 1. Februar zurück nach Indien und besuchte vorher noch die Maumker Kinder. Diese konnten ihr Fragen stellen und erfuhren einiges über das Leben in Indien.

Von ihrem gesammelten Geld sollen zwei indische Mädchen, Niranti und Nihsa, unterstützt und zur Schule geschickt werden. Denn ein Schulbesuch ist in Indien nicht selbstverständlich. Kinderarbeit ist weit verbreitet, ein Kind, das zur Schule geht, kann nicht arbeiten, kann kein Geld für die Familie verdienen. Mit den 800 Euro können Niranti und Nihsa die Schule besuchen und sich eine Zukunft aufbauen.

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