Nanotechnologie zum Anfassen

Der nano-Truck des Bundesministeriums ist zu Gast im Galileo-Park. Foto: Flad & Flad Communication GmbH

Von Mittwoch bis Freitag, 3. bis 5. August ist der nanoTruck des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zu Gast an den Sauerland-Pyramiden.

Auf Initiative des GalileoParks lädt das doppelstöckige Ausstellungsfahrzeug mit interaktiver Exponatschau, Laborbereich für Workshops und nanoKino unter dem Motto "Treffpunkt Nanowelten" alle Neu- und Wissbegierigen zu Erkundungstouren in die Welt winziger Strukturen und Teilchen ein. Eine Welt, in der eine Faser trotz eines Gewichts von nur einem Gramm so lang sein kann, dass sie einmal um die ganze Erde reicht. Solche und eine ganze Menge weitere faszinierende Produktinnovationen, revolutionäre Verfahren und neuartige Therapien präsentiert die BMBF-Dialoginitiative als "Botschafterin und Übersetzerin" dieser anspruchsvollen Schlüsseltechnologie.

Besucherführungen durch den nanoTruck

Am Mittwoch- und Freitagvormittag stehen für angemeldete Besucher unter dem Motto "Nanotechnologie be-greifen!" geführte Ausstellungsrundgänge im nanoTruck auf dem Programm. Dabei stellen die projektbegleitenden Wissenschaftler ihren Gästen faszinierende Beispiele angewandter Nanotechnologie aus verschiedensten Bereichen des täglichen Lebens vor. Fragen zu den Schwerpunkten nanotechnologischer Forschung und Anwendung beantworten die Experten anschaulich mit Hilfe kleiner Experimente und interaktiver Exponate. Hierbei spielen nicht zuletzt der berühmte Lotuseffekt oder der Einsatz von Eisenoxid-Nanopartikeln in der Tumorbekämpfung eine wichtige Rolle.

"Nano-Praxis pur" für Jedermann

Der Donnerstagvormittag steht ganz im Zeichen der nachhaltigen Energiegewinnung. Ab 10 Uhr haben angemeldete Besucher in einem neunzigminütigen Workshop die Gelegenheit, einmal selbst "Hand an die Nanotechnologie zu legen". Unter dem Motto "Fünf Grätzelzellen für ein Happy Birthday" lernen sie dabei die Energieerzeugung nach dem Vorbild der Pflanzen kennen. Zuvor in der Theorie erlerntes Wissen werden sie dabei unter fachkundiger Anleitung in die Tat umsetzen. Aufgeteilt in Zweiergruppen basteln sie mit einfachsten Hilfsmitteln wie Hibiskusblütentee, Büroklammern, Bleistift-Graphit und einem mit nanoskaligem Titandioxid beschichteten Glasplättchen eine sogenannte "Grätzelzelle", eine nanokristalline Farbstoffsolarzelle. In Reihe geschaltet, sollen diese Mini-Solarzellen am Ende des Workshops dem Soundchip einer Glückwunschkarte eine bekannte Melodie entlocken.

Willkommen im Nanokosmos - An allen drei Veranstaltungstagen stehen die Türen des nanoTrucks ab 12 Uhr jedem Besucher des Galileo-Parks offen. Bei individuellen Ausstellungsrundgängen können sich alle Interessierten über eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts informieren und mit den mitreisenden Nano-Experten persönliche Fragen diskutieren. Grundlagen, Chancen und Herausforderungen der Nanotechnologie werden im nanoTruck mit Hilfe vieler kleiner und großer Exponate, einfacher Experimente und vier großen Themenpostern erklärt.

Wissen zum Mitnehmen - Wo kommen wir heute in unserem Alltag schon mit der Nanotechnologie in Berührung? Und was soll diese Technik in Zukunft noch alles leisten? Antworten auf diese und andere Fragen erhalten Besucher während der "Offenen Tür" in kompakter Form in Impulsvorträgen der nanoTruck-Wissenschaftler täglich um 13 und 15 Uhr. Dabei erfahren sie Wissenswertes über ganz unterschiedliche Anwendungsgebiete dieser Schlüsseltechnologie, wie etwa im Bauwesen, in der Textilwirtschaft, dem Automobilbau, der Medizin oder dem Energie- und Umweltsektor.

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